Nach einer langen und kräftezehrenden Nacht ist es den Einsatzkräften gelungen, die Ausbreitung des grossen Waldbrands auf der süddalmatinischen Insel Korčula zu stoppen. Das Feuer ist zwar unter Kontrolle, gelöscht ist es jedoch noch nicht. Die Feuerwehr setzt die Löscharbeiten und die Sicherung des Brandgebiets fort.
Besonders betroffen ist das Gebiet zwischen den Orten Blato und Smokvica, wo sich am Samstag zwei separate Brände zu einer rund vier Kilometer langen Feuerfront vereinigten. Nach ersten Schätzungen wurden etwa 550 Hektaren Grasland, Macchia, Pinienwald und Weinberge zerstört. Wohnhäuser waren zu keinem Zeitpunkt unmittelbar gefährdet.
Rund 186 Feuerwehrleute mit 48 Einsatzfahrzeugen waren die ganze Nacht über im Einsatz. Verstärkung erhielten die lokalen Einsatzkräfte durch 134 Feuerwehrleute und 40 Fahrzeuge aus mehreren Gespanschaften im Landesinneren. Am Sonntag unterstützten zudem mehrere Löschflugzeuge des Typs Canadair CL-415 sowie ein Air Tractor AT-802 die Brandbekämpfung aus der Luft.
Nach Angaben des kroatischen Feuerwehrkommandanten Slavko Tucaković könnte der Brand durch Blitzeinschläge an zwei verschiedenen Stellen ausgelöst worden sein. Die genaue Ursache soll jedoch im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen geklärt werden. Die Löscharbeiten gestalten sich aufgrund des steilen und dicht bewaldeten Geländes besonders schwierig.
Leichte Regenfälle in den frühen Morgenstunden verschafften den Einsatzkräften zwar eine vorübergehende Entlastung, dennoch warnen die Behörden vor einem möglichen Wiederaufflammen des Feuers, sobald der angekündigte Wind einsetzt. Die betroffenen Gebiete werden deshalb weiterhin überwacht und gesichert.
Auch in anderen Teilen Dalmatiens waren die Feuerwehren am Wochenende gefordert. Der Vegetationsbrand bei Grebaštica konnte inzwischen lokalisiert werden. Dort verbrannten rund 100 Hektaren Grasland, Macchia und Pinienwald. Die Einsatzkräfte bleiben vor Ort, um Glutnester zu bekämpfen und ein erneutes Ausbrechen des Feuers zu verhindern.
Nach Angaben des Staatlichen Feuerwehr-Einsatzzentrums wurden innerhalb von 24 Stunden landesweit 145 Feuerwehreinsätze registriert. Insgesamt standen 1'024 Feuerwehrleute mit 353 Einsatzfahrzeugen im Einsatz. Die Brände zerstörten dabei rund 652 Hektaren Vegetation.