Die Stimme Kroatiens

17:41 / 02.10.2026.

Autor: Antunela Rajič

Kroatien verfolgt die Aufrüstung Serbiens: „Fast wie eine Shopping-Manie“

Andrej Plenković
Andrej Plenković
Foto: Patrik Macek / PIXSELL

Kroatien verfolgt aufmerksam den Prozess der Aufrüstung Serbiens, den Ministerpräsident Andrej Plenković als „unglaublich“ und fast wie eine „Shopping-Manie“ auf der ganzen Welt beschreibt.



Plenković sagte dies nach einem Treffen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Dabei kommentierte er auch eine frühere Aussage des kroatischen Verteidigungsministers Ivan Anušić über die zunehmende Aufrüstung Serbiens und dessen, wie Anušić sagte, feindselige Rhetorik.


Der Ministerpräsident betonte, dass Kroatien die Situation in Serbien „äusserst aufmerksam verfolgt“ und dass die Aufrüstung Serbiens auch bei Sitzungen des Verteidigungsrates und des Nationalen Sicherheitsrates Thema gewesen sei.


Plenković betonte, es handle sich um einen sehr intensiven Prozess des Waffeneinkaufs in verschiedenen Teilen der Welt. Die Nachbarstaaten müssten sich fragen, warum Serbien so stark in seine Aufrüstung investiere.


Gleichzeitig betonte er, dass Kroatien als Mitglied der EU und der NATO auf seine eigene Sicherheit achte. Kroatien habe seinen Verteidigungshaushalt in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht. Plenković betonte jedoch, dass die Entwicklung der kroatischen militärischen Fähigkeiten nicht gegen andere Staaten gerichtet sei, sondern der Abschreckung und der Verhinderung einer Wiederholung der Ereignisse der 1990er-Jahre diene.


Er fügte hinzu, dass Kroatien über die Aufrüstung Serbiens mit seinen internationalen Partnern spreche, die nach seinen Worten über die Situation informiert seien.

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