Die Stimme Kroatiens

12:14 / 26.03.2026.

Autor: Tonči Petrić

Botschaft an die Diaspora: neue Chancen in heimischen Firmen

Kroatische Wirtschaftskammer in Österreich
Zonko Milas
Foto: Croatian Chamber of Economy / HGK

Immer mehr kroatische Auswanderer denken über eine Rückkehr in die Heimat nach – und zeigen Interesse an Jobs in heimischen Unternehmen in Kroatien. Das berichtet die Kroatische Wirtschaftskammer in Österreich.

Um Fachkräfte aus der Diaspora mit Unternehmen in Kroatien zu verbinden, organisierte die kroatische Wirtschaftskammer gemeinsam mit der kroatischen Botschaft in Österreich und mit Unterstützung des Ministeriums für Demografie und Immigration in Salzburg die Veranstaltung „Rückkehr nach Kroatien – Chancen für Beschäftigung in kroatischen Unternehmen“.


„Im direkten Austausch mit der Community sehen wir deutlich: Viele möchten zurückkehren, während die kroatische Wirtschaft gleichzeitig unter Arbeitskräftemangel leidet“, sagte Kammerpräsident Luka Burilović. Veranstaltungen wie diese ermöglichten es, sich unmittelbar über Karrierechancen zu informieren, und stärkten zugleich die Bindung zwischen Diaspora und Heimat.


Neben Jobperspektiven standen auch konkrete Herausforderungen im Fokus – etwa bürokratische Hürden oder die Integration in den Arbeitsmarkt. Der Erfahrungsaustausch unter Interessierten sei dabei ein zentraler Bestandteil, betonten die Organisatoren.


Daniela Reinisch, Leiterin der Kammerrepräsentanz in Österreich, verwies auf einen wachsenden Trend: „Die Unterschiede zwischen Österreich und Kroatien werden kleiner. Gleichzeitig steigt der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften in Kroatien.“ Ihr Büro informiere deshalb seit zwei Jahren gezielt über Programme, Förderungen und Perspektiven für Rückkehrer.


Auch der kroatische Botschafter Daniel Glunčić unterstrich die positive Entwicklung: Kroatien verzeichne stabile wirtschaftliche Kennzahlen, insbesondere für junge Menschen gebe es zunehmend attraktive Beschäftigungs- und Karrieremöglichkeiten. Die Veranstaltung sende ein wichtiges Signal an die Diaspora.


Zvonko Milas, der Staatssekretär im Zentralen Staatsamt für Kroaten außerhalb Kroatiens, sieht weiteren Handlungsbedarf: Zwar gebe es bereits Programme zur Rückkehrförderung, doch müsse deren Koordination verbessert werden. Initiativen wie „Ich wähle Kroatien“, steuerliche Anreize sowie neue Projekte wie die App "LearnCro" sollen zusätzliche Impulse setzen.

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