Die Stimme Kroatiens

00:15 / 05.11.2026.

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Europäisches Minderheitenforum in der Schweiz: Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt

Forum in der Schweiz
Forum in der Schweiz
Foto: FUEN / -

Wie können Minderheitensprachen im digitalen Zeitalter erhalten bleiben? Mit dieser Frage beschäftigte sich das 10. Forum der europäischen Minderheitenregionen, das am 23. und 24. Oktober im schweizerischen Chur stattfand. Auch für die Burgenlandkroaten ist das Thema von besonderer Bedeutung.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) gemeinsam mit den Organisationen Lia Rumantscha und Pro Grigioni Italiano. Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Technologie und Kultur diskutierten über Chancen und Risiken künstlicher Intelligenz für Minderheitensprachen.


FUEN-Präsidentin Olivia Schubert betonte die Bedeutung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt Europas. Künstliche Intelligenz müsse so entwickelt werden, dass auch kleinere Sprachgemeinschaften davon profitieren.


Marius Lukosiunas von der UNESCO verwies darauf, dass von weltweit rund 7.000 gesprochenen Sprachen lediglich etwa 1.000 im Internet vertreten seien. Zudem würden KI-Systeme häufig Mehrheitssprachen bevorzugen.


Burgenlandkroatisch im digitalen Zeitalter


Für die Burgenlandkroaten, die sich aktiv in der FUEN engagieren, ist die digitale Zukunft ihrer Sprache besonders wichtig. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das Burgenlandkroatische auch für jüngere Generationen erhalten und durch neue Technologien gefördert werden kann.


Die FUEN setzt sich deshalb dafür ein, dass die Europäische Union und Technologieunternehmen die Entwicklung digitaler Werkzeuge und frei zugänglicher KI-Modelle für Minderheitensprachen finanziell unterstützen. Damit soll verhindert werden, dass kleinere Sprachgemeinschaften von der digitalen Entwicklung ausgeschlossen werden.

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