Neum und die Insel Pelješac (Foto: Grgo Jelavić/PIXSELL) Neum und die Insel Pelješac (Foto: Grgo Jelavić/PIXSELL)

Diese Aufforderung übermittelte Bakir Izetbegović an den Leiter der EU-Delegation in Sarajevo Lars-Gunnar Wigemark.

In einer Pressemitteilung aus der Präsidentschaft von Bosnien und Herzegowina steht, dass Izetbegović erwarte, dass die EU-Institutionen so bald wie möglich die Vermittlung zwischen Bosnien und Herzegowina und Kroatien aufnehmen werden, um diese Frage im Interesse beider Länder und der EU zu lösen.

Izetbegović wies darauf hin, dass das Ziel Bosnien-Herzegowinas nicht sei, Kroatien daran zu hindern seine Territorien zu verbinden, sondern das Bosnien-Herzegowina nur seine Interessen schützen möchte und den Zugang zum offenen Meer erhalten will.

Izetbegović spricht jedoch nicht im Namen des gesamten Bosnien-Herzegowinas. Die zwei anderen konstituierenden Völker in Bosnien- Herzegowina, Serben und Kroaten, sehen beim Bau der Pelješac-Brücke keine Probleme.

Izetbegović und die demokratische Aktion (SDA) haben in den vergangenen Monaten eine heftige Kampagne gegen den Bau der Pelješac-Brücke gestartet. Sie vertreten den Standpunkt, dass durch den Bau der Pelješac-Brücke, das Recht Bosnien-Herzegowinas auf Zugang zum offenem Meer im Neumer Golf bedroht sei.