Die Stimme Kroatiens

16:27 / 30.09.2026.

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Kroatien und die Schweiz wollen Wirtschaftsbeziehungen ausbauen

Švicarski poduzetnici mogu otvoriti vrata milijunskim ulaganjima u Hrvatsku
Švicarski poduzetnici mogu otvoriti vrata milijunskim ulaganjima u Hrvatsku
Foto: Daniel Gasic/Emotionframe i Tonči Petrić / Glas Hrvatske

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Kroatien und der Schweiz wachsen – doch das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Wie mehr Schweizer Investitionen nach Kroatien geholt werden können, stand im Mittelpunkt des Business Connect 2026 des Kroatisch-Schweizerischen Wirtschaftsclubs in Dielsdorf bei Zürich.

An dem Treffen nahmen 69 Vertreter aus 42 Unternehmen und Institutionen teil. Neben Schweizer Unternehmern und Vertretern der kroatischen Geschäftswelt waren auch das kroatische Wirtschaftsministerium, Diplomaten und Wirtschaftsverbände der kroatischen Diaspora vertreten.


Der Warenhandel zwischen Kroatien und der Schweiz erreichte im vergangenen Jahr 746 Millionen Schweizer Franken – rund 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Schweizer Direktinvestitionen in Kroatien beliefen sich auf etwa 220 Millionen Euro.


Mehr als Kapital


In den Diskussionen wurde deutlich, dass Kroatien nicht allein mit niedrigeren Kosten um Investoren werben kann. Für Schweizer Unternehmen seien vor allem Planungssicherheit, gute Organisation, qualifizierte Arbeitskräfte und verlässliche Rahmenbedingungen entscheidend.


Vertreter von Schweizer Unternehmen, die bereits in Kroatien tätig sind, berichteten über ihre Erfahrungen auf dem kroatischen Markt. Dabei ging es auch um die Frage, wie das Wissen und die internationalen Kontakte der kroatischen Diaspora stärker genutzt werden können.


Kroaten, die seit Jahren oder Jahrzehnten in der Schweiz leben und arbeiten, könnten dabei eine wichtige Brückenfunktion übernehmen – als Geschäftspartner, Investoren, Mentoren oder Vermittler zwischen Unternehmen beider Länder.


Investoren frühzeitig unterstützen


Bojan Batinić vom kroatischen Wirtschaftsministerium stellte staatliche Unterstützungsmöglichkeiten vor. Dazu gehören Investitionsanreize, Greenfield-Standorte in Gewerbezonen sowie Begleitung in verschiedenen Phasen eines Investitionsprojekts.


Für potenzielle Investoren sei es wichtig, möglichst früh mit den zuständigen Institutionen in Kontakt zu treten und Klarheit über administrative Abläufe und Ansprechpartner zu erhalten.


Ein weiteres Ziel des Treffens war es, die Wahrnehmung Kroatiens in der Schweiz zu erweitern. Das Land soll nicht nur als Urlaubsziel, sondern zunehmend auch als Wirtschaftsstandort in Bereichen wie Industrie, Technologie, Produktion, Energie und Dienstleistungen wahrgenommen werden.


Der Kroatisch-Schweizerische Wirtschaftsclub will deshalb die Unternehmen und Wirtschaftsnetzwerke beider Länder enger miteinander verbinden. Eine wichtige Rolle sollen dabei auch Organisationen der kroatischen Diaspora spielen, die Kontakte vermitteln, Wissen weitergeben und kroatischen Unternehmen den Zugang zu internationalen Märkten erleichtern.

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