Die Stimme Kroatiens

19:31 / 07.03.2022.

Autor: Natali Tabak Gregorić

Kroatische Unternehmen, die sich in russischem Besitz befinden, haben bereits Probleme aufgrund von Sanktionen gegen Russland.

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Foto: Ilustracija / Shutterstock

Während die USA und der ukrainische Präsident von Brüssel Sanktionen gegen Ölimporte verlangen, denen die baltischen Staaten, die sich der russischen Bedrohung ausgesetzt fühlen, zustimmen, befürchten Deutschland und Italien steigende Energiepreise.

Energieimporte aus Russland seien für das tägliche Leben der europäischen Bürger von entscheidender Bedeutung, und anders könne die Versorgung des Kontinents derzeit nicht gesichert werden, sagte der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz.

Europa habe russische Energiequellen "bewusst", sagt Scholz, von den ersten Sanktionen gegen Moskau ausgeschlossen, weil eine solche Maßnahme die Märkte destabilisieren und die europäischen Volkswirtschaften zu stark belasten würde.


Während die USA und der ukrainische Präsident von Brüssel Sanktionen gegen Ölimporte verlangen, denen die baltischen Staaten, die sich der russischen Bedrohung ausgesetzt fühlen, zustimmen, befürchten Deutschland und Italien steigende Energiepreise.


Und die Kommission kündigte an, dass die Europäische Union im Falle einer Unterbrechung der Lieferungen aus Russland systematisch mit verschiedenen Lieferanten verhandelt.


Sie wies darauf hin, dass bis zum Ende der Heizperiode genügend Energie bereitgestellt wurde und insbesondere die Lieferung von Flüssiggas zugenommen hat, die im Januar die größte in der Geschichte war.


Kroatische Unternehmen, die sich in russischem Besitz befinden, haben bereits Probleme aufgrund von Sanktionen gegen Russland.  Eines davon ist das Wärmekraftwerk Đjuro Đjaković, das mehr als tausend Arbeitnehmer beschäftigt


Ivica Marić, eines der Vorstandsmitglieder, betonte:


 „Wir befinden uns gerade in einer von Angst geprägten Situation. Wie soll es mit Đuro Dakovic weitergehen? Wir wissen nicht, wie wir unsere Projekte abschließen sollen. Das,was unserem Inhaber schaden könnte, ist, dass Gewinn oder Dividenden nicht ausbezahlt werden können. Man könnte das Problem lösen, indem man die Geschäftstätigkeit des Unternehmens vom Eigentum selbst trennt.“


Der kroatische Wirtschaftsminister Tomislav Ćorić bekräftigte, man denke über die Lösung dieses Problems nach.


"Es geht um ein Unternehmen, dass sich komplett auf den europäischen Markt konzentriert. Das außer der Eigentumsfrage keinen Kontakt mit der Russischen Föderation hat. Ich bin mir sicher, dass wir eine Lösung finden werden," sagte Ćorić.

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