Die Stimme Kroatiens

22:06 / 14.12.2021.

Autor: Tonči Petrić

Konferenz: Die Welt im Jahr 2022

Primierminister Andrej Plenković

Primierminister Andrej Plenković

Foto: Josip Regovic / Pixsell

Premierminister Andrej Plenković nahm am Dienstag an einer Wirtschaftskonferenz in Zagreb teil, die von der internationalen Wochenzeitung "The Economist" organisiert wurde. 


Die Diskussionen konzentrierten sich auf Wirtschaftsprognosen für das nächste Jahr, einschließlich der Umsetzung des Aufbau- und Reslienzplanes im Wert von 75 Milliarden Kuna.


"Für das kommende Jahr erwarten wir ein Wirtschaftswachstum von rund 4,4 Prozent. Wir werden auch mit der Umsetzung des nationalen Plans für Wiederaufbau und Rezilienplanes beginnen. Wir werden auch die finanziellen Mittel aus dem neuen mehrjährigen europäischen Finanzrahmen benutzen sowie die Mittel aus dem vorherigen siebenjährigen EU-Haushalt. Wir investieren auch unsere nationalen Steuergelder. Wir werden daran arbeiten, dass der Tourismussektor trotz der gestiegenen Herausforderungen im nächsten Jahr genauso stark sein wird wie in 2021", sagte Plenković.


Arbeitsminister Josip Aladrović kommentierte auf der Konferenz die Forderungen der Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes, das 13. Gehalt in den Tarifvertrag einzuführen und das Grundgehalt und die materiellen Rechte zu erhöhen. Die Forderungen gehen nach Ansicht von Aladrovic über die Berechtigung und das finanzielle Potenzial des Staates hinaus: "Ich denke, wir müssen uns alle einig sein, dass die Forderungen äußerst unrealistisch sind. Die Verhandlungen stehen uns jedoch bevor, und wir erwarten, dass ein gewisses Maß an Kompromissen erreicht werden kann. Wir sind für ein realistisches Szenario, aber was gestern präsentiert wurde, übersteigt wirklich das finanzielle Potenzial Kroatiens," sagte Aladrović. 


Die Inflation


Wirtschaftsminister Tomislav Ćorić kommentierte den jüngsten Anstieg der Benzin- und Dieselpreise an den Zapfsäulen - von 28 bzw. 3 Lipa: "Wir werden jetzt nichts tun. Bei deutlichen Preiserhöhungen hat die Regierung in der Vergangenheit reagiert und wird dies auch in Zukunft auch tun, erläurte Ćorić.


Der Preisanstieg geschah nach einer Woche, nachdem die Regierung die Obergrenzen für Kraftstoffpreise aufgehoben hatte.


Finanzminister Zdravko Marić hingegen erklärte, dass er eine Fortsetzung der beschleunigten Inflationsrate erwarte: "Die Inflation, die wir in Kroatien Monat für Monat beobachten, nennen wir "importiert". Rohstoffpreise, Versorgungsunterbrechungen und einige Energieträger haben direkt und indirekt zu einer beschleunigten Inflation geführt. In wenigen Tagen werden wir vom kroatischen Statistikamt konkrete Daten zur Inflation erhalten. Leider gehen Regierung und Finanzministerium davon aus, dass sich der Trend der beschleunigten Inflation fortsetzen wird."

Vijesti HRT-a pratite na svojim pametnim telefonima i tabletima putem aplikacija za iOS i Android. Pratite nas i na društvenim mrežama Facebook, Twitter, Instagram i YouTube!