Die Stimme Kroatiens

02:04 / 15.07.2022.

Autor: Tonči Petrić

EU-Kommission: Wirtschaftswachstum von 3,4 Prozent in diesem Jahr

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Foto: Ilustracija / Shutterstock

Die EU-Kommission hat in ihrer Sommerprognose ihre Wirtschaftserwartungen für Kroatien beibehalten und schätzt für Kroatien ein Wirtschaftswachstum von 3,4 Prozent in diesem Jahr und 2,9 Prozent im nächsten Jahr ein. Die-EU-Kommission erwartet eine Inflationsrate von 8,2 Prozent in diesem Jahr und gefolgt von einer deutlichen Verringerung im nächsten Jahr für Kroatien.

In der gesamten EU wird in diesem Jahr eine Preissteigerung von 8,3 Prozent erwartet, statt 6,8 Prozent. Im kommenden Jahr soll sich die Inflation etwa halbieren, bei durchschnittlichen 4 Prozent im Euro-Raum und 4,6 in der EU. Beim Wirtschaftswachstum geht die EU-Kommission nach wie vor davon aus, dass die EU-Wirtschaft 2022 um 2,7 Prozent wachsen wird. Im Euro-Raum werden 2,6 Prozent Wachstum erwartet, eine leichte Anpassung verglichen mit den im Mai vorhergesagten 2,7 Prozent. Für das nächste Jahr korrigierte die Kommission ihre Vorhersagen allerdings deutlich nach unten. Sie geht von 1,5 Prozent Wachstum in der gesamten EU und 1,4 Prozent im Euro-Raum aus.


Anhebung des Kreditratings


Gleichzeitig hat die Kreditratingagentur Fitch in der jüngsten Bewertung Kroatiens, das kroatische Investitionskreditrating um eine Stufe angehoben. Nun liegt dieser auf „BBB+" mit stabilem Ausblick.


"Dies spricht für eine konsequente Politik, die Kroatien in Bezug auf unseren Ruf, unsere Glaubwürdigkeit und die Ergebnisse unserer Reformen auf ein höheres Niveau hebt. Es ist gut für das Land, gut für die Wirtschaft und gut für unsere Bürger," kommentierte Premierminister Andrej Plenković die Anhebung des Kreditratings.


Kroatien als Teil der Eurozone


Am Donnerstag wurde in der Kroatischen Akademie der Künste und Wissenschaften eine Konferenz unter dem Titel „Kroatien als Teil der Eurozone" organisiert. Regierungsvertreter, Wirtschaftsführer und Finanzexperten haben über die Folgen eines Beitritts zur Eurozone und die Schaffung der Grundlagen für ein langfristiges Wirtschaftswachstum diskutiert. Finanzminister Zdravko Marić erinnerte noch einmal daran, wie wichtig es ist, die Preise während der Übergangszeit sowohl in Euro als auch in Kuna anzuzeigen und sich langfristig zu fokussieren: "Damit wir uns einer Tatsache bewusst sind. Wenn wir uns ausschließlich auf kurzfristige Gewinne konzentrieren, werden wir langfristig definitiv verlieren. Angesichts der makroökonomischen Umstände, in denen wir in Bezug auf die Inflation vor einer ziemlich großen Herausforderung stehen, ist die Aufrechterhaltung der Wirtschaftstätigkeit eines der wichtigeren Dinge."

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