Die Stimme Kroatiens

01:39 / 02.06.2022.

Autor: Tonči Petrić

EU-Kommission gibt grünes Licht für den Beitritt Kroatiens zur Eurozone

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Foto: Igor Soban / Pixsell

Die EU-Kommission hat Kroatien grünes Licht für die Einführung des Euro gegeben: Das Land erfülle nach einer abschließenden Bewertung durch einen positiven Konvergenzbericht die Voraussetzungen für einen Beitritt zur Eurozone. 

Bis Kroatien am 1. Januar nächstes Jahres den Euro einführen kann, verbleibt nur noch ein letzter Schritt: eine positive Entscheidung der EU-Kommission, die am 12. Juli bei einer Sitzung der EU-Finanzminister in Brüssel erwartet wird.


"Heute ist ein historischer Moment für Kroatien. Nach harter Arbeit hat Kroatien alle Bedingungen für die Einführung des Euro als nationale Währung erfüllt. Herzlichen Glückwunsch an Kroatien, seiner Regierung und seinen Bürgern zu dieser beeindruckenden Leistung. Es ebnet den Weg für Kroatien, am 1. Januar nächsten Jahres der Eurozone beizutreten. Natürlich müssen dies noch alle Mitgliedsstaaten zustimmen. Dies würde die vollständige Integration Kroatiens in die EU bedeuten, weniger als ein Jahrzehnt nach seinem Beitritt. Die Einführung des Euro bringt echte Vorteile für die kroatische Wirtschaft und die Menschen. Eine starke und größere Eurozone trägt auch zu einem globalen stärkeren Europa bei, das ist also sowohl für Kroatien als auch für die gesamte EU wichtig - unsere Währung ist ein Symbol für Europas Stärke, Einigkeit und Solidarität. Kroatien klopft jetzt wirklich an die Tür des Euro", erklärte Valdis Dombrovskis, der EU-Kommissar für Handel.


Vor der Euro-Einführung ab 2023 werden die Preise in Kuna und in Euro angegeben werden und diese Regelung gilt für das gesamte nächste Jahr. Viele Händler haben jedoch zu Informationszwecken bereits damit begonnen, Preise auf Rechnungen sowohl in Kuna als auch in Euro anzugeben. Bürger befürchten, dass die Einführung des Euro von vielen Händlern als zusätzliche Preiserhöhung genutzt wird. Verbraucherverbände warnen vor möglichen Manipulationen bei unrealistischen Wechselkursen.

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