Die Stimme Kroatiens

20:11 / 31.05.2022.

Autor: Natali Tabak Gregorić

Einigung auf ein sechstes Sanktionspaket gegen Russland

Kroatischer Premierminister Andrej Plenković in Brüssel

Kroatischer Premierminister Andrej Plenković in Brüssel

Foto: Screenshot / HRT

Sollte es Probleme mit der Druzhba-Pipeline geben, durch die russisches Öl nach Ungarn gelangt, kann Ungarn alternativ Öl über Kroatien beziehen. 

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben sich auf ein sechstes Sanktionspaket gegen Russland geeinigt. 


Die Sanktionen umfassen ein Verbot des Seetransports von russischem Öl, das 75 % der gesamten Einfuhren von russischem Öl in die EU ausmacht. 


Ungarn, der Slowakei und Tschechien, die sich gegen ein Ölembargo ausgesprochen haben, weil sie befürchteten, es würde ihre Wirtschaft zerstören, wurde eine Übergangsfrist eingeräumt, während der sie weiterhin russisches Öl importieren können.


Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte: "Es geht um das ganze große sechste Sanktionspaket gegen Russland. Es wird die finanzielle Grundlage, mit der dieser Krieg geführt wird und die russische Wirtschaft hart treffen. Und das ist das Ziel."


Sollte es Probleme mit der Druzhba-Pipeline geben, durch die russisches Öl nach Ungarn gelangt, kann Ungarn alternativ Öl über Kroatien beziehen. 


Dies bestätigten heute die EU-Kommissionspräsidentin und der kroatische Premierminister. 


Auch wiesen sie Spekulationen zurück, dass Ungarn noch jahrelang von russischem Öl abhängig sein könnte.


In diesem Zusammenhang kommentierte von der Leyen: Um im südlichen Teil der Pipeline Druzhba das Öl zu ersetzen, also russisches Öl, das nach Ungarn geht, gibt es in Kroatien die Adria-Pipeline, wo wir - wie es uns der Premierminister erklärt hat - die Kapazität erhöhen können. So werden wir mit der Zeit anderes Öl, als das russische nach Ungarn liefern können. Die Zeit, die für diese Kapazitätserhöhung benötigt wird, beträgt etwa 45 bis 60 Tage. Es ist also ein vernünftiger Zeitrahmen, und es braucht einige Investitionen."


Der kroatische Premierminister Andrej Plenković fügte dem hinzu: "Die ganze Idee unseres Ansatzes für diesen Rat war, dass Kroatien eine Art regionaler Energieknotenpunkt wird. Zusammen mit dem RepowerEU-Instrument, was bedeutet, in kritische Energieinfrastruktur wie das LNG-Terminal und die Gas- und Ölpipelines PLINACRO und JANAF zu investieren, wird es Kroatien aufgrund seiner geografischen Lage und der bestehenden Infrastruktur, in die wir weiterhin mit unseren Mitteln und EU-Mitteln investieren werden, ermöglichen, die Diversifizierung und Sicherheit der Energieversorgung unserer Nachbarländer zu gewährleisten."






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