Gegen den internationalen Architektur- und Städtebauwettbewerb für das neue Maksimir-Stadion in Zagreb sind zwei Einsprüche eingegangen. Als bestes Konzept war, wie bereits berichtet, der Entwurf des Mailänder Büros VG13 Architects Studio Associato ausgewählt worden. Die Entscheidung sorgte anschließend für teils scharfe Kritik – nicht nur unter den Fans.
Wie die staatliche Kommission zur Kontrolle öffentlicher Vergabeverfahren (DKOM) mitteilte, wurden die Einsprüche am 29. September von Ante Slišković und Luka Frljužec eingereicht. Sie gingen damit innerhalb der gesetzlichen Frist von zehn Tagen nach Bekanntgabe der Wettbewerbsergebnisse ein.
Über den konkreten Inhalt der Einsprüche ist bislang nichts bekannt. Nach den derzeit verfügbaren Informationen handelt es sich bei den beiden Beschwerdeführern um Privatpersonen und nicht um Vertreter eines der 88 Architekturbüros aus mehr als 20 Ländern, die am Wettbewerb teilgenommen hatten.
Damit die Einsprüche inhaltlich geprüft werden, müssen zunächst die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sein. Nach dem kroatischen Vergaberecht muss unter anderem ein rechtliches Interesse am betreffenden Wettbewerb bestehen.
Ein Einspruch bedeutet weder automatisch eine Aufhebung des Wettbewerbs noch die Auswahl eines anderen Entwurfs. Die DKOM prüft, ob das Vergabeverfahren rechtmäßig durchgeführt und die Wettbewerbsbedingungen eingehalten wurden.
Der Siegerentwurf des italienischen Büros war von der neunköpfigen Jury einstimmig ausgewählt worden. Seit seiner Präsentation mangelt es jedoch nicht an Kritik. Neben zahlreichen Fans äußerten sich auch andere Stimmen aus der Öffentlichkeit kritisch. Zu den häufig genannten Punkten zählen die offenen Stadionecken, die voneinander getrennten Tribünen und die Frage, wie gut die Zuschauer vor ungünstigen Wetterbedingungen geschützt wären.