Die Stimme Kroatiens

21:26 / 21.03.2022.

Autor: Natali Tabak Gregorić

Treffen der EU-Außen- und Verteidigungsminister zum Thema gemeinsamen Verteidigung und Sicherheit

Gordan Grlić Radman, kroatischer Außenminister

Gordan Grlić Radman, kroatischer Außenminister

Foto: Miroslav Lelas / PIXSELL

Grlić Radman sagte bezüglich weiterer Sanktionen gegen Russland, man müsse sie gut abwägen, damit es keinen Gegenschaden gibt.

Russlands Invasion in der Ukraine und die Stärkung der gemeinsamen Verteidigung und Sicherheit waren am Montag die Hauptthemen des gemeinsamen Treffens der EU-Außen- und Verteidigungsministers in Brüssel.


Josep Borrell, der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik betonte:


„Es ist an der Zeit über die Fähigkeiten der Europäischen Union in Hinblick auf Herausforderungen wie Krieg nachzudenken, wenn die EU-Mitgliedstaaten ihre militärischen Kapazitäten, für die gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik, werden erhöhen müssen. Wir werden daran arbeiten, militärisch stärker zu werden und unsere Kapazitäten koordinierter zu nutzen.“


Eines der Themen war auch die Verschärfung der Sanktionen gegen Russland. 


Dazu sagte der kroatische Außenminister Gordan Grlić Radman:


„Wir haben auch über weitere Sanktionen gesprochen. Das muss gut abgewägt werden, damit es keinen Gegenschaden gibt. Wir suchen nach Instrumenten, um diese Invasion zu beenden.“


Litauens Außenminister Gabrielius Landsbergis, der Putins Ideologie mit dem Nationalsozialismus verglich, machte dagegen eine sehr konkrete Aussage:


„Wir müssen anfangen, darüber zu diskutieren, wo sich die rote Linie für Russland befindet. Gibt es sie überhaupt. Wo ist sie für den Westen, für uns alle? Wir sind Zeugen des Beschusses ziviler Ziele, und Tausender toter Zivilisten. Anscheinend ist das nicht die rote Linie, doch es muss sie doch irgendwo geben. Ich habe meine bereits gezogen. Doch ich bin Mitglied einer globalen Allianz, in der wir Entscheidungen im Konsens treffen. Dort bin ich nur eine Stimme, die sagt, dass das hier unser Krieg ist und dass wir, wenn wir ihn verlieren, für ihn Verantwortung tragen werden.“



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