Die Stimme Kroatiens

01:19 / 25.06.2022.

Autor: Tonči Petrić

Präsident Zoran Milanović kritisierte die Staats- und Regierungschefs der EU

Zoran Milanović

Zoran Milanović

Foto: Hrvoje Jelavic / PIXSELL

Präsident Zoran Milanović kritisierte die Staats- und Regierungschefs der EU erneut dafür, dass Bosnien-Herzegowina den Kandidatenstatus nicht zusammen mit der Ukraine und der Republik Moldau erhalten habe.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte den EU-Mitgliedstaaten dafür, dass sie seinem Land den Kandidatenstatus verliehen haben - insbesondere Kroatien. Er nannte dies eine der wichtigsten Entscheidungen, seit der Unabhängigkeit seines Landes

"Kroatien steht bei uns. Danke, Herr Premierminister. Vielen Dank für Ihre Hilfe und Erfahrung in unserem Kampf zur Verteidigung der Freiheit - unserer Freiheit", sagte Selenskyj.


Währenddessen kritisierte Präsident Zoran Milanović die Staats- und Regierungschefs der EU erneut dafür, dass Bosnien-Herzegowina den Kandidatenstatus nicht zusammen mit der Ukraine und der Republik Moldau erhalten habe. Er sagte, dass notwendige Änderungen des Wahlgesetzes von politischen Akteuren im Land behindert werden.


"Das ist kein Hochverrat, aber definitiv ein kaltherziger sadistischer Verrat. Die Menschen in Bosnien-Herzegowina leiden und wir geben vor, ihnen zu helfen. Was der Europäische Rat gestern verabschiedet hatte, war purer Zynismus - mit dem sich Plenković noch lobt. Wann erhält Bosnien-Herzegowina den EU-Kandidatenstatus? Niemals! Sie werden niemals die notwendigen Kriterien erfüllen, weil es manchen Politikern innerhalb des Landes einfach nicht in den Kram passt. Sie werden das Wahlgesetz nicht vor der Parlamentswahl reformieren, weil sie die Wahl für sich entscheiden wollen." 

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