Die Stimme Kroatiens

20:06 / 25.02.2022.

Autor: Natali Tabak Gregorić

Präsident Milanović: Kroatien sollte keine Truppen in die Ukraine entsenden

Zoran Milanović

Zoran Milanović

Foto: Patrik Macek / PIXSELL

Heute fand ein virtuelles Treffen der NATO-Mitglieder statt.

Heute fand ein virtuelles Treffen der NATO-Mitglieder statt.


Die 30 Bündnisstaaten versicherten ihrer festen Entschlossenheit zur kollektiven Verteidigung der Alliierten.


"Die Mitgliedstaaten der NATO haben sich soeben wegen der schlimmsten Bedrohung der Euro-atlantischen Sicherheit seit Jahrzehnten getroffen. Ich habe die engen NATO-Partner Finnland, Schweden und die EU zu diesem Gipfeltreffen eingeladen, da die Krise uns alle betrifft. Russland bedroht den Frieden in Europa. Die Menschen in der Ukraine kämpfen für ihre Freiheit angesichts einer unprovozierten russischen Invasion." betonte Stoltenberg.


Die Nato verlegt zur Abschreckung Russlands Einheiten ihrer schnellen Einsatztruppe NRF.


Das kündigte der Generalsekretär Jens Stoltenberg nach der Videokonferenz an.


Kroatiens Präsident Zoran Milanović nahm per Videoschalte am Nato-Gipfel teil.


In der Zwischenzeit hat er mit Premierminister Andrej Plenković telefoniert und sagt, dass sie die gleichen Ansichten über den russischen Angriff auf die Ukraine haben.


Sie erörterten die Einberufung einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats, kamen jedoch zu dem Schluss, dass ein formelles Treffen nicht überstürzt werden sollte, da Kroatien nicht in Gefahr sei.

Die weitere Entwicklung der Lage werde weiter beobachtet.


Abschließend erklärte Präsident Milanović, dass Kroatien seine Truppen nicht in die Ukraine entsenden sollte, da die Ukraine kein Mitglied der NATO sei.


"Ich möchte nicht, dass unsere Soldaten irgendwohin gehen, wo sie im Moment nicht müssen, und sich an etwas beteiligen, das nicht ihre Pflicht ist. Soldaten in die baltischen Staaten zu schicken, ist etwas anderes. Sie sind auch Mitglieder der NATO, aber ich sehe derzeit keine Gefahr für sie. Das ist meine Einschätzung, und wenn sie doch bedroht werden - dann sind wir da, um ihnen zu helfen", sagte Präsident Milanović Medien gegenüber. 

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