Die Stimme Kroatiens

20:23 / 25.01.2022.

Autor: Natali Tabak Gregorić

Präsident Milanović äußert sich zu aktuellen Themen

Präsident Zoran Milanović

Präsident Zoran Milanović

Foto: Goran Stanzl / Pixsell

Auch kommentierte der Präsident die Lage in Bosnien-Herzegowina. 

Kroatiens Präsident Milanović äußerte sich heute nach seinem Besuch in der Süßigkeitenfabrik "Kraš", die ihren 110 Geburtstag feiert, zu aktuellen Themen.


Er sagte, der Leiter des Büros des Premierministers Zvonimir Frka Petešić habe mit Unterstützung des Premierministers eine Straftat begangen.


"Ja, er hat eine Straftat begangen. Und darin mit eingemischt ist auch Premier Plenković, der ständig wiederholt, dass die ganze Sache für ihn vorbei ist und dass er keine Antwort darauf geben werde. Während ich Rede und Antwort stehen muss, wie ich meine Wohnung finanziere... Tja, indem ich einen Kredit auf 30 Jahre aufgenommen habe, den ich immer noch abbezahle", betonte Präsident Milanović.


Bezüglich der Referendumsinitiative der Most-Partei sagte er:


„Ich bin mir sicher, dass der Parlamentspräsident und seine Kollegen sie fragen und ihnen suggerieren werden, dass solch ein Referendum verfassungswidrig ist. Was daran verfassungswidrig ist, werden die verfassungsrechtlichen Gnostiker feststellen müssen.“


Zu dem Ukraine-Konflikt erklärte er, dass Er der Oberbefehlshaber der kroatischen Streitkräfte sei. Er, die Erklärungen der NATO - also keines bilateralen Staates, wie den USA, -die ihre Präsenz in der Ukraine verstärke, mitverfolge. Kroatien habe laut Milanović mit dem Konflikt nichts zu tun und werde das auch nicht in Zukunft haben. Das garantiere er. Sollte es zur Eskalation der Lage kommen, werde Kroatien keine Soldaten an die ukrainische Grenze senden und auch alle stationierten kroatischen Streitkräfte zurückziehen.


Abschließend kommentierte er die Lage in Bosnien-Herzegowina. Der Präsident betonte, dass das serbische Mitglied der Präsidentschaft von BiH, Milorad Dodik, ein kroatischer Gesprächspartner sei und nicht sanktioniert werden sollte. Der Vorsitzende der größten bosniakischen Partei, Bakir Izetbegović, würde Zeit erkaufen, um Wahlen in Bosnien-Herzegowina nach dem alten Wahlsystem, welches die Kroaten diskriminiere, abzuhalten.

Vijesti HRT-a pratite na svojim pametnim telefonima i tabletima putem aplikacija za iOS i Android. Pratite nas i na društvenim mrežama Facebook, Twitter, Instagram i YouTube!