Die Stimme Kroatiens

20:26 / 31.05.2022.

Autor: Natali Tabak Gregorić

Kroatiens Präsident Zoran Milanović sprach sich gegen die Sanktionen gegen Russland aus

Kroatischer Präsident Zoran Milanović

Kroatischer Präsident Zoran Milanović

Foto: Sanjin Strukic / PIXSELL

Der ungarische Außen- und Handelsminister Péter Szijjártó wurde heute vom kroatischen Wirtschaftsminister Davor Filipović in Zagreb empfangen.

Auf Wunsch von Budapest wurde der ungarische Außen- und Handelsminister Péter Szijjártó heute vom kroatischen Wirtschaftsminister Davor Filipović in Zagreb empfangen. 


Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Gewährleistung einer sicheren Energieversorgung. 


Die Minister waren sich einig, dass nur gemeinsame Anstrengungen und eine stärkere Nutzung der europäischen Energieinfrastruktur wie des LNG-Terminals auf der Insel Krk, Raffinerien, Gaspipelines und der Adria-Ölpipeline den Übergang zu neuen Energieversorgungswegen erleichtern können.


"Ich habe dem ungarischen Minister erklärt, dass die vorhandene Kapazität von JANAF von 11,4 Millionen Tonnen den Bedarf Ungarns vollständig decken kann. Kroatien ist also hier, um Ungarn, aber auch anderen Ländern der Europäischen Union eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten", äußerte der kroatische Wirtschaftsminister Davor Filipović nach dem Treffen.


Kroatiens Präsident Zoran Milanović sprach sich jedoch gegen die Sanktionen gegen Russland und sagte, dass sie wirkungslos seien. 


Letztendlich würden seiner Meinung nach die europäischen Bürger die Hauptlast der Sanktionen tragen.


"Die Bürger der Europäischen Union werden den Preis zahlen. Putin wird vor Freude lächeln und das war's. Und dieses Öl und Gas wird auf andere Märkte gelenkt werden, weil die Nachfrage hoch ist und es viele Käufer gibt. Das ist die Realität. Sie haben gefragt, ob Kroatien hier entscheidend ist? Nein, ist es nicht. Kroatien ist unwichtig. Wir verdienen ein paar Lipa mit dem Transfer dieses Öls und das war's", erklärte der Präsident. 




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