Die Stimme Kroatiens

20:30 / 28.02.2022.

Autor: Natali Tabak Gregorić

Kroatien wird der Ukraine Schutzausrüstung und Infanteriewaffen schicken

Vladimir Putin

Vladimir Putin

Foto: Pool / Reuters

Mehr als 500.000 Menschen sind aus der Ukraine geflohen.

Die Kämpfe in der Ukraine gehen weiter, da Moskau und Kiew bei den heutigen Verhandlungen an der ukrainisch-belarussischen Grenze kein Friedensabkommen erzielen konnten. 


Es soll aber ein zweites Treffen geben. In der Zwischenzeit hat Kiew die Aufnahme in die EU beantragt.


Josep Borrell, der hohe Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik sagte gegenüber Medien: "Der Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union steht nicht im Mittelpunkt der heutigen Gespräche. Wir haben viel wichtigere und praktischere Fragen zu diskutieren. Wir werden zu einem späteren Zeitpunkt über die Mitgliedschaft sprechen. Jetzt müssen wir konkrete Antworten auf die bestehende Sicherheitsbedrohung geben."


Mehr als 500.000 Flüchtlinge sind inzwischen in die Nachbarländer geflohen. Brüssel plant, die Mitgliedsstaaten aufzufordern, ihnen Asyl für bis zu 3 Jahre zu gewähren.


Kroatiens Premierminister Andrej Plenković sagte heute, dass Kroatien sehr gut wisse, was es bedeute, sich gegen Aggression zu verteidigen, und fügte hinzu, dass die Regierung beschlossen habe, der Ukraine ein militärisches Hilfspaket zu schicken.


"Für Kroatien gibt es kein Dilemma, wir können uns nur auf die Seite der souveränen und demokratischen Ukraine stellen, die angegriffen wird. Auf die Seite von Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit. Wir fordern Russland, insbesondere das russische Volk auf, diese verrückte Kriegskampagne, die bereits zu viele Unschuldige das Leben gekostet und massiven Schaden angerichtet hat, zu beenden. Wir fordern Russland auf, zur Vernunft und zum Dialog zurückzukehren.  Heute werden wir einen Beschluss über Abwehrhilfe für die Ukraine fassen. Wir werden dem Land Schutzausrüstung, aber auch Infanteriewaffen im Wert von 124 Millionen Kuna senden," betonte Premier Plenković. 


Derzeit werden kroatische Soldaten nicht zur Verteidigung der Ukraine entsandt, aber 10 von ihnen werden in Zukunft zu einer der Operationen geschickt, bestätigte heute der kroatische Verteidigungsminister Mario Banožić.




Vijesti HRT-a pratite na svojim pametnim telefonima i tabletima putem aplikacija za iOS i Android. Pratite nas i na društvenim mrežama Facebook, Twitter, Instagram i YouTube!