Die Stimme Kroatiens

20:31 / 26.02.2022.

Autor: Natali Tabak Gregorić

Dritter Tag der russischen Invasion in der Ukraine

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Foto: Dnevnik/Vyacheslav Madiyevskyy/Thomas Peter / HRT/REUTERS

In der Ukraine befinden sich weiterhin rund 70 kroatische Staatsbürger sowie die kroatische Botschafterin Anica Djamić.


Es ist der dritte Tag der russischen Invasion in der Ukraine. Die Kämpfe um die großen Städte hören nicht auf.


In mehreren ukrainischen Städten, darunter in Kiew im Norden und Odessa im Süden gehe heftige Gefechte weiter. Russland hat nach eigenen Angaben die Stadt Melitopol in der Nähe der wichtigsten ukrainischen Hafenstadt Mariupol im Süden des Landes eingenommen. 


Berichten zufolge sind mindestens 120.000 Menschen aus der Ukraine geflohen, während Männer zwischen 18 und 60 Jahren das Land nicht mehr verlassen dürfen. 


Eine gegen Russlands Einmarsch in die Ukraine gerichtete Resolution ist im UN-Sicherheitsrat gestern Abend gescheitert.


Moskau legte bei der Abstimmung im mächtigsten Gremium der Vereinten Nationen in New York wie erwartet ein Veto gegen den Text ein.


Kein einziges Land hat sich auf die Seite Russlands gestellt. Die Vereinigten Arabischen Emirate, Indien und China enthielten sich. China, Russlands Partner und Nachbar, ruft zum Frieden auf.


Der kroatische Sicherheitsexperte Robert Barić kommentierte:  "Die ukrainische Armee behauptet sich ziemlich gut, wenn man bedenkt, in welcher Position sie sich befindet. Das Hauptproblem ist jedoch der Norden. Es scheint mir verständlicherweise, dass Zelinsky diesen Angriff nicht erwartet hat. Die ukrainische Armee wurde nicht vollständig mobilisiert, aus dem einfachen Grund, weil ich mir nicht ganz sicher bin, ob die Ukraine das finanziell stemmen kann; und die russische Seite hat damit gerechnet."


In der Ukraine befinden sich weiterhin rund 70 kroatische Staatsbürger sowie die kroatische Botschafterin Anica Djamić.


Nach einem Treffen zwischen Premierminister Andrej Plenković und Mitgliedern des Zivilschutzes sowie des Roten Kreuzes, auf dem über die Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine beraten wurde, kommentierte der stellvertretende Premierminister, Davor Božinović, die aktuelle Flüchtlingslage.


Er sagte, dass gegenwärtig rund zehn UkrainerInnen in Kroatien untergebracht seien.


Während der stellvertretende Premierminister diese Erklärung abgab, dankten ihm Austauschstudenten aus der Ukraine für die Unterstützung Kroatiens.


Botschaften des Friedens und der Solidarität wurden auch aus der Zagreber Innenstadt gesendet, wo sich die Bürger versammelten, um ihre Unterstützung für die Ukraine zu bekunden. Das Treffen wurde vom Zentrum für Friedensstudie organisiert.








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