Die Stimme Kroatiens

15:04 / 18.06.2022.

Autor: Tonči Petrić

Regierung hat wenig Spielraum, um den steigenden Kraftstoffpreisen entgegenzuwirken

Steigende Spritpreise

Steigende Spritpreise

Foto: HRT / HTV

Einigen Prognosen zufolge sollen die Kraftstoffpreise nächste Woche wieder ansteigen. Dies lässt der Regierung wenig Spielraum, um die Verbrauchssteuern weiter zu senken, wie sie es vor zwei Wochen im Rahmen einer Preisstrategie getan hat. 


Einige Analysten glauben, dass die Preise für bleifreies Super um mehr als 70 Lipa ansteigen könnten, was den Preis auf 14 Kuna und 20 Lipa bringen würde. Auch Diesel soll auf 14 Kuna und 52 Lipa steigen.


„Der Spielraum, den wir bei Verbrauchssteuern bis zu dem von der europäischen Richtlinie vorgeschriebenen Minimum haben, ist ziemlich begrenzt. Nach zwei Interventionen stehen wir bei weniger als 20 Lipa für Diesel und etwa 36 oder 37 Lipa für bleifreies Super. Wir müssen abwarten und sehen", sagte Finanzminister Zdravko Marić am Freitag. 


Wirtschaftsminister Davor Filipović sagte, die Regierung werde am Wochenende eine Strategie ausarbeiten.


"Niemand kann den Preis von Ölderivaten auf dem Weltmarkt beeinflussen. Letzte Woche und diese Woche sind die Ölpreise gestiegen. Wenn die Märkte heute schließen, werden wir am Wochenende einige Berechnungen durchführen und Anfang nächster Woche eine Entscheidung treffen", erklärte Filipović.


Der anhaltende Anstieg der Kraftstoffpreise war eines der zentralen Themen, die am Freitag im Parlament diskutiert wurden. Die Abgeordneten der Opposition fordern weitere Interventionen von der Regierung.


„Auf EU-Ebene kann etwas getan werden. Warum kann Kroatien nicht der Initiator und Vorreiter bei der Änderung der Richtlinie und der Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoff als vorübergehende Maßnahme sein", sagte Siniša Hajdaš Dončić von der SDP-Partei. 


Die Abgeordnete der Partei "Možemo!" Sandra Benčić ist der Meinung, dass Öl- und Gasunternehmen höhere Steuern zahlen sollten, die dann dazu verwendet werden, Familien und Geringverdiener zu entlasten.


„Diese enormen Extragewinne, welche die Ölkonzerne einfahren - sind in keiner Weise von ihnen erwirtschaftet worden, sondern sind ihnen in den Schoß gefallen", und aus diesem Grunde sollten sie einmalig in diesem Jahr höher besteuert werden. Diese Steuereinnahmen sollten dann investiert werden in Gutscheine für Geringverdiener", sagte Benčić. 


Der Abgeordnete Zvonimir Troskot bekräftigte die Position seiner Partei, dass die Regierung die Renten erhöhen müsse, damit sie mit der Inflation Schritt halte. 


 „Ich denke, wir sollten anfangen, über eine Indexierung der Renten nachzudenken, um sie auf ein Niveau anzuheben, das dem Anstieg der Lebensmittel- und Energiepreise entspricht. Rentner würden am Ende all dieses Geld wieder zurück in die Wirtschaft geben/stecken, sodass das Risiko einer zusätzlichen Inflation minimal ist", sagte Troskot.

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