Die Stimme Kroatiens

19:24 / 03.06.2022.

Autor: Natali Tabak Gregorić

9. trilaterale Treffen des kroatischen, slowenischen und österreichischen Präsidenten

Illustration

Illustration

Foto: Srecko Niketic / Pixsell

Die Präsidenten erörterten die Situation auf dem Westbalkan und boten den sechs Ländern, die Verhandlungen über die EU-Mitgliedschaft aufgenommen haben oder auf deren Beginn warten, ihre volle Unterstützung an. 

Am Freitag fand auf den Brijuni-Inseln das 9. trilaterale Treffen des kroatischen, slowenischen und österreichischen Präsidenten statt. 


Zoran Milanović, Borut Pahor und Alexander Van der Bellen erörterten die Situation auf dem Westbalkan und boten den sechs Ländern, die Verhandlungen über die EU-Mitgliedschaft aufgenommen haben oder auf deren Beginn warten, ihre volle Unterstützung an. 


Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf Bosnien und Herzegowina, bzw. der dortigen kroatischen Bevölkerung.


"Eine halbe Million Menschen, die kroatische, europäische und NATO-Bürger sind, werden seit langem systematisch und perfide in ihren Rechten verletzt. Und wenn es bei alledem einen Trost gibt, dann den, dass eine gewaltsame Lösung nicht möglich ist. Die Realität für die Kroaten in Bosnien und Herzegowina ist jedoch politische Instabilität, Unsicherheit, Chaos und das Leben in einem ungeordneten Staat ohne irgendwelche Garantien", betonte der kroatische Präsident Zoran Milanović.


Sein slowenischer Kollege Borut Pahor fügte dem hinzu: "Die Idee ist, dass die EU Bosnien und Herzegowina ohne Bedingungen und ohne Verhandlungen den Kandidatenstatus verleiht. Die Idee ist, dass die EU in das Wohlergehen, den Frieden, die Sicherheit und die europäische Perspektive von Bosnien und Herzegowina investiert und anschließend die Erfüllung aller Beitritts-Kriterien verlangen würde."


Der österreichische Bundespräsident van der Bellen sagte seinerseits: "Das sind sechs Länder, die wir aufgrund der besonderen Situation des Krieges in der Ukraine nicht aus den Augen verlieren dürfen. Das sind sechs Länder, in denen sich der EU-Beitritt seit vielen Jahren hinzieht und diese Verzögerungen sorgen bei den dortigen Bürgern für Frustrationen."




Vijesti HRT-a pratite na svojim pametnim telefonima i tabletima putem aplikacija za iOS i Android. Pratite nas i na društvenim mrežama Facebook, Twitter, Instagram i YouTube!