Die Stimme Kroatiens

21:34 / 15.12.2020.

Autor: Tonči Petrić

25. Jahrestag des Dayton-Friedensvertrages

Illustration (Foto: MVPEI)

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Anlässlich des 25. Jahrestages der Vertragsunterzeichnung hat am Dienstag eine internationale Videokonferenz stattgefunden, die vom kroatischen Außenministerium und der kroatischen Akademie der Künste und Wissenschaften organisiert wurde.

In Übereinstimmung mit dem Präsidenten Zoran Milanović wurde Kroatien bei der internationalen Konferenz vom Premierminister Andrej Plenković vertreten. In seiner Ansprache erklärte er, dass der Dayton-Friedensvertrag den Weg ebnete für Frieden und Demokratie in Bosnien-Herzegowina, doch in vielen Fragen kein endgültiger Konsens erzielt werden konnte.

"In einem Punkt herrscht allgemeiner Konsens. Die Abkommen von Dayton und Paris beendete den schrecklichen Krieg in Bosnien-Herzegowina. Er beendete die Gewalt, Zerstörung und das Leid. Aber die Meinungen gehen erheblich auseinander , wenn wir über den Dayton-Paris Abkommen als Grundlage sprechen, der in der Lage ist, alle Ziele und Ambitionen zu erreichen, auf den die Völker Bosnien-Herzegowinas einen voll funktionsfähigen Staat aufbauen können.

Auch die langjährige Forderung Kroatiens, die Rechte aller drei konstituierenden Völker von Bosnien und Herzegowina zu gewährleisten wurde von Plenković angesprochen.

"Unter den vielen Prioritäten und Aufgaben, mit denen Bosnien-Herzegowina konfrontiert ist, möchte ich vor allem das bestehende Wahlgesetz hervorheben, dass unverzüglich geändert werden muss, spätestens bis Juni 2021 vor den nächsten Parlamentswahlen. Nichts kann die politische Praxis rechtfertigen, die 2006 entstanden ist und die absichtliche Aufhebung einer legitimen politischen Vertretung der Kroaten im Staatspräsidium von Bosnien-Herzegowina ermöglichte. "

Am 14. Dezember 1995 wurde in Paris der "Dayton-Friedensvertrag" unterzeichnet. 25 Jahre später legte das Dayton-Abkommen auch die Grundlage für die euro- atlantische Integration von Bosnien und Herzegowina. Nach Ansicht von Plenković, biete der  25. Jahrestag die Gelegenheit zwischen weiterer Stagnation und einer europäischen Zukunft des Landes nachzudenken.

(Quelle: HRT)

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