Illustration (Foto: Miranda Cikotic/PIXSELL) Illustration (Foto: Miranda Cikotic/PIXSELL)

In dem am 1. Juli veröffentlichten Bericht befasst sich das UN-Gremium mit den wirtschaftlichen Folgen der globalen COVID-19-Pandemie und schätzt die Verluste in drei Szenarien, abhängig von der Dauer der Unterbrechung des internationalen Tourismus – von vier, acht und zwölf Monaten.

Der Verlust könnte auf 2,2 Billionen USD oder 2,8 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes steigen, wenn der Stillstand des internationalen Tourismus acht Monate dauert. Im pessimistischsten Szenario mit einer Pause von 12 Monaten, könnten die Verluste auf 3,3 Billionen Dollar oder 4,2 Prozent des globalen BIP erreichen.

„Der Tourismus ist ein Rückgrat der Volkswirtschaften vieler Länder und eine Lebensader für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt, deren Wert sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdreifacht hat", heißt es in dem Bericht der Vereinten Nationen. „Aber COVID-19 hat dem Tourismus zum Stillstand gebracht und weltweit schwerwiegende wirtschaftliche Folgen verursacht", heißt es weiter.

Nach moderaten Schätzungen der UNCTAD könnte Kroatien acht Prozent des Bruttoinlandsproduktes verlieren. Der Bericht warnte davor, dass der Tourismussektor auch in wohlhabenderen Ländern unter Druck geraten würde und verwies auf beliebte europäische und nordamerikanische Reiseziele, darunter Frankreich, Italien und die USA.

„Durch das Coronavirus verursachte Verluste im Tourismus wirken sich negativ auf andere Wirtschaftssektoren aus, welche Waren und Dienstleistungen liefern, die Reisende im Urlaub suchen, wie z. B. Lebensmittel, Getränke und Unterhaltung", heißt es in dem Bericht.

Aus diesem Grund hat die Organisation die Regierungen aufgefordert, den sozialen Schutz zu stärken, um die größten wirtschaftlichen Schwierigkeiten für Menschen und Ortschaften zu verhindern, die vom Tourismus abhängig sind.

(Quelle: HRT)