3. Maj Werft in Rijeka steht vor dem Bankrott (Foto: Goran Kovačić / PIXSELL) 3. Maj Werft in Rijeka steht vor dem Bankrott (Foto: Goran Kovačić / PIXSELL)

Der zuständige Richter hat Zdravko Čupković zum vorläufigen Insolvenzverwalter von 3.Maj ernannt. Seine Aufgabe wird es sein, den Finanzstatus des Docks einschließlich seiner Vermögenswerte zu ermitteln und festzustellen, ob die Voraussetzungen für die Einleitung eines Insolvenzverfahrens erfüllt sind, sagte die Sprecherin des Handelsgerichtes Ema Brdovčak am Freitag.

Čupković hat mehrere bedeutende Insolvenzen geleistet und wird am Montag seine Arbeit aufnehmen, wenn die Mitarbeiter von 3.Maj nach der Weihnachtszeit wieder arbeiten gehen. Eine neue Anhörung ist für den 6. Februar anberaumt. Diese jüngste Entwicklung des Falls gibt der die Uljanik-Gruppe zwei weitere Monate, um einen Investor zu finden, der das Unternehmen rettet würde.

Die Schulden der Werft 3.Maj liegen deutlich unter den Schulden der Uljanik-Gruppe, deren ehemalige Manager für die Schulden verantwortlich gemacht werden. Der jetzige Direktor der Uljanik-Gruppe, Emil Bulić sagte am Freitag, er rechne mit der Suche nach einem Investor, um die Situation zu lösen.

Wirtschaftsminister Darko Horvat sagte hierzu folgendes: "Wir hoffen, wünschen und erwarten optimistisch, dass wir bis zum 25. Januar mindestens einen weiteren Interessenten bekommen. Irgendwann zwischen dem 18. und 25. Januar hoffen wir auf ein konkretes finanzielles Angebot eines strategischen Partners für die Uljanik-Gruppe."

Premier Andrej Plenković sagte gegenüber dem kroatischen Rundfunk HRT, dass 3. Maj und Uljanik hätten eine Zukunft hätten: "Ich denke, es wird ein strategischer Partner gefunden werden, weil die Parteien, die Interesse gezeigt haben und in Pula und Rijeka waren, signalisiert haben, dass sie es ernsthaft meinen ein strategischer Partner zu werden. Die Regierung möchte, dass dieser strategische Partner ein echter Partner ist, der finanzielle Mittel mit sich bringt und bereit ist in einem Umstrukturierungsplan zu investieren, anstatt wie bisher, die kompletten Kosten einer Umstrukturierung zu Lasten des Staates zu geben."

In der Zwischenzeit werden die Arbeiter der Uljanik-Werft in Pula am Montag wieder arbeiten. Das Streikkomitee hat beschlossen, eine Arbeitsunterbrechung nicht zu unterstützen. Der Gewerkschaftsführer Boris Cerovac sagte, dass er entscheiden wird, wie er vorgehen werde, sobald er konkrete Informationen vom Management und der Regierung über die neuen Entwicklungen mit den potenziellen Investoren erhalten hat.

(Quelle: HRT)