Finanzminister Zdravko Marić (Foto: Marko Lukunic / PIXSELL) Finanzminister Zdravko Marić (Foto: Marko Lukunic / PIXSELL)

Die Kreditratingagentur Fitch hat das kroatische Kreditrating von BB+ auf BBB- angehoben. Dies bedeutet, dass Kroatien nun ein Investitions-Rating mit positivem Ausblick besitzt. Die Hauptgründe für die Aufwertung waren nach Fitch der Haushaltsüberschuss und die Haushaltskonsolidierung. Der Finanzminister Zdravko Marić war über das Anheben des Kreditratings positiv angetan

"Ich würde sagen, dass dies eine sehr gute Nachricht ist und dass alle kroatischen Bürger, Steuerzahler und Unternehmen glücklich sein können. Eine weitere gute Nachricht und Bestätigung is aus den internationalen Finanzkreisen eingetroffen. Nach rund sechs Jahren ist Fitch die zweite Kreditratingagentur, die das kroatische Kreditrating auf ein Niveau zurückbringt, zu dem es meiner Meinung nach gehört, und zwar ein: Investitions- - Kreditrating. Zuerst hat dies die Kreditratingagentur Standard & Poors und ab letzter Nacht auch Fitch bestätigt. Natürlich bin ich als Finanzminister und Mitglied dieser Regierung äußerst erfreut und stolz darauf, dass die Ergebnisse unserer Finanzpolitik anerkannt wurden. Ich würde sagen, dass dies einer der Hauptgründe für die Anhebung unserer Kreditwürdigkeit war."

Fitch lobte auch die Bemühungen der Regierung, den Europäischen Wechselkursmechanismus 2 vorzubereiten und den Euro einzuführen.

Premierminister Andrej Plenković erklärte: „Dies bestätigt, dass Kroatien in die richtige Richtung geht, dass die Regierung stabil ist und Reformen durchführt. Ich begrüße die Tatsache, dass die Kreditratingagentur Fitch die Ergebnisse unserer Bemühungen bei der Wahrung der makroökonomischen Stabilität, der Umsetzung von Strukturreformen und dem verantwortlichen Management der öffentlichen Finanzen anerkannt hat."

Die Ratingagentur Firch warnte jedoch, dass Kroatien noch wichtige Strukturreformen durchführen muss.

Nur so kann Kroatien das Wachstum seiner öffentlichen Ausgaben wirklich bremsen und sicherstellen, dass die öffentliche Verschuldung bis 2023 unter 60 Prozent des BIP fällt, dann wenn Kroatien den Euro einführen möchte. „, sagte der Wirtschaftsanalyst der Adikko Bank Hrvoje Stojić.

Inländische Ökonomen sind der Ansicht, dass ein höheres Kreditrating in Zukunft, ohne ernsthafte Reformen im Gesundheitswesen und in der öffentlichen Verwaltung, nur schwer zu erreichen sein wird.

(Quelle: HRT)