Der Ökonom Ljubo Jurčić äußerte sich besorgt über die Stagnation der kroatischen Wirtschaft (Foto: Nel Pavletic / PIXSELL) Der Ökonom Ljubo Jurčić äußerte sich besorgt über die Stagnation der kroatischen Wirtschaft (Foto: Nel Pavletic / PIXSELL)

In Opatija tagte am Mittwoch der kroatische Verband der Ökonomen unter dem Titel "Kroatiens Wirtschaftspolitik im Jahr 2020". Die dreitägige Veranstaltung hat Regierungsvertreter und Wirtschaftsexperten zusammengebracht.

Der Wirtschaftswissenschaftler Ljubo Jurčić ist optimistisch, warnt jedoch davor, dass Kroatien aufgrund der Stagnation und der Folge des Mangels an Industriepolitik anfällig ist.

„Wir können sehen, dass Kroatien stagniert, weil wir bis 2018 die Wachstumsrate von 2008 erreicht haben. Europa liegt insgesamt rund 10 Prozent über diesem Niveau und die Transformationsländer liegen rund 30 Prozent über dem Niveau, in dem sie sich 2008 befanden“, sagte Jurčić.

Umwelt- und Energieminister Tomislav Čorić war anderer Meinung. Er sagte, die Regierung habe eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, wie zum Beispiel Steuersenkungen, um die Investitionen zu stärken und die Wirtschaft anzukurbeln. Er wies auch auf die Reduzierung der Staatsverschuldung hin:

„Im Kontext der Reduzierung Staatsverschuldung ist Kroatien einer der erfolgreichsten Volkswirtschaften in Europa. Die Zinsen für unsere Staatsverschuldung beliefen sich im Jahr 2015 auf 12 Milliarden Kuna, derzeit belaufen sie sich weniger als 9 Milliarden Kuna."

Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović erklärte auf der Konferenz, dass das Land während seiner Amtszeit erhebliche wirtschaftliche Fortschritte erzielt habe. Der Präsidentin hat das ehrgeizige Ziel hervorgehoben, nämlich ein jährliches Wirtschaftswachstum von fünf Prozent.

„Wir müssen noch die Art von Wirtschaftswachstum erreichen, die wir uns wünschen - ein Wachstum von mindestens fünf Prozent pro Jahr. Nur dann werden die Menschen wirklich das Gefühl haben, dass sich ihr Lebensstandard verbessert hat", sagte sie.

Sie unterstrich auch die Notwendigkeit einer Justizreform und eines nachhaltigen Gesundheits- und Rentensystems.

(Quelle: HRT)