Arbeiter der Uljanik-Werft bei ihren Streik (Foto: Duško Marušić / PIXSELL) Arbeiter der Uljanik-Werft bei ihren Streik (Foto: Duško Marušić / PIXSELL)

Vertreter von Uljanik, Vertreter der Regierung und der strategische Partner Danko Končar des Unternehmens Kermas Energy waren am Mittwoch den ganzen Tag im Wirtschaftsministerium zusammengekommen, um eine Abmachung auszuhandeln, der die Werft retten würde. Die Gewerkschaften drängten darauf, dass der Umstrukturierungsplan der Werft heute angenommen wird, aus Angst, dass ihnen die Zeit wegläuft.

Der Vorsitzende des neuen Aufsichtsrats von Uljanik Emil Bulić sagte, dass sich die Gespräche nicht wesentlich entwickelt hätten, dass jedoch Fortschritte zu verzeichnen seien. Auf die Frage, ob Danko Končar noch der strategische Partner sei, antwortete er: "Ich muss glauben, dass es so ist, dass wir in gutem Glauben arbeiten."

Das Management von Uljanik hat versprochen, bald einen Umstrukturierungsplan nach Brüssel zu senden.

Der stellvertretende Wirtschaftsminister Zvonimir Novak wurde gefragte, ob die Regierung nach einem anderen strategischen Partner für Uljanik suche. Er sagte, es gebe keinen Grund, warum andere Unternehmen, die Interesse bekundet hätten, von dem Prozess ausgeschlossen werden sollten.

Die Beschäftigten sind auch besorgt über die Idee der Diversifizierung, da sie befürchten, dass Končar den Schiffbau zugunsten lukrativerer Tourismusunternehmen auf den Werftimmobilien der Werft auslaufen wird. Končar scheint zu sagen, dass er nicht bereit ist, die Liquiditätsprobleme des Unternehmens zu lösen, zumindest nicht ohne ein Abkommen. 

Die Schlüsselfrage lautet: Wenn dieses Unternehmen umstrukturiert wird, ist der Schiffbau das Kerngeschäft des Unternehmens, welches das Unternehmen nachhaltig gestalten wird?", sagte Končar.

Die Arbeiter von Uljanik sind seit Montag im Streik. Einer ihrer Kunden hat die Arbeit an einem Kreuzfahrtschiff eingestellt, um die Spannungen am Dock abzubauen. Alle Seiten sind sich in einem Punkt einig, dass Uljanik eine Zukunft hat. Jedoch sind sie in ihren Visionen, wie die Zukunft der Werft aussehen wird, derzeit alle noch unschlüssig. 

(Quelle: HRT)