Der zweite kroatische Gesundheitskongress, Die Zukunft der Gesundheitsindustrie, im Westin Zagreb im Jahr 2016 (Foto: Tomislav Miletic / PIXSELL) Der zweite kroatische Gesundheitskongress, Die Zukunft der Gesundheitsindustrie, im Westin Zagreb im Jahr 2016 (Foto: Tomislav Miletic / PIXSELL)

Weniger als zwanzig Prozent der geplanten Konferenzen wurden zwar abgehalten, jedoch virtuell, was vor allem Hoteliers, Agenturen und Transportunternehmen zu schaffen macht. Für die Kongressbranche, die neben Sport und Nautik für den ganzjährigen Tourismus in Kroatien von entscheidender Bedeutung ist, ist dieses Jahr ebenfalls fraglich, da die meisten Versammlungen abgesagt wurden. Dubrovnik, Split, Opatija und Zagreb sind die attraktivsten Kongressziele, aber allen fehlen die erforderlichen Säle für zwei- bis dreitausend Gäste.

Siniša Topalović, aus der Agentur Horwath HTL, Tourismus- und Freizeitberatung sagte, dass Kroatien mehr in Kongresszentren investieren muss, um auf dem Markt konkurrieren zu können.

"Kroatien braucht mindestens drei bis vier seriöse Kongresszentren. Die Investition müsste hierbei rund 350 Millionen Euro betragen. Ohne, können wir Kroatien als international anerkannte Destination für den Kongresstourismus vergessen."

Der Kongress- und Geschäftstourismus machen global heute fast ein Viertel des internationalen Tourismus in Bezug auf Ankünfte und Devisenzuflüsse aus.

"Der Kongresstourismus wirkt sich positiv auf die Krankheiten aus, von denen unser Tourismussektor betroffen ist. Schätzungen zufolge geben die Geschäftsleute, die zu Kongressen kommen, drei- bis fünfmal mehr aus als normale Tourist“, erklärte die kroatische Tourismusministerin Nikolina Brnjac für die Medien.

(Quelle: HRT)