Andrej Plenković (Foto: Tomislav Miletić/PIXSELL) Andrej Plenković (Foto: Tomislav Miletić/PIXSELL)

Nach der Sitzung wies Premierminister Andrej Plenković darauf hin, dass das Hauptziel der Einigung darin bestehe die Umsetzung bis zum 10. Juli abzuschliessen. Im Vorfeld sagte bereits der Sonderbeauftrage Fabris Peruško, dass der Entwurf der Einigung im Fall Agrokor nächste Woche veröffentlicht werden müsste. Auch wenn der Sonderbeauftragte für Agrokor kein genaues Datum nannte, sagte er, dass die Einigung mit den Gläubigern Mitte Juni zu erwarten sei. Ebenfalls kommentierte er:

"Die Psychose die in der Öffentlichkeit geschaffen wird bringt nichts, ausserdem wird sie von Leuten geschaffen die nichts mit dem eigentlichen Prozess zu tun haben. Dies verlangsamt sogar den Lauf des ganzen Prozesses."

Ivan Vrdoljak, Vorsitzender HNS erklärte nach dem Treffen, dass er zufrieden sei.

"Wir sprachen über den ganzen Ablauf des Prozess und der 56.000 Arbeitsplätze innerhalb Agrokors und mindestens nochmal drei mal so viel, die geschützt werden müssen. Ich bin zufrieden mit den Informationen und ich hoffe, dass alles gut aus geht für die kroatische Wirtschaft und die Arbeitnehmer."

Auch Darinko Kosor, Vorsitzender der Koalitionspartei HSLS schloss sich dem an und kommentierte die Affäre "Hotmail", die zum Rücktritt Martin Dalićs führte:

"Die DORH und die Polizei müssen feststellen ob manche Personen in diesem ganzen Prozess persönliche Vorteile hatten. Und ich erwarte und habe auch gehört, dass diese beiden Behörden bereits Untersuchungen eingeleitet haben."

Die Oppositionspartei SDP und Živi Ziv fordern im Gegensatz dazu, den sofortigen Rücktritt des Premiers sowie aller im Fall Agrokor beteiligten Personen. Folglich kommentierte Franko Vidović aus der SDP:

"Wir fordern den Rücktritt des Premiers. Das ist das Logischste in dieser Situation. Ein System wie er es geschaffen hat wird so bleiben so lange er da ist."

Branimir Bunjac aus der Partei Živi Zid hat eine ähnliche Ansicht.

"Der Rücktritt der Ministerin ist erst der Anfang. Und sie war ein bedeutender Teil dieser korrupten Machenschaften. Jedoch muss ein richtiger Neustart stattfinden und somit sollte auch der Premier und alle um ihn zurücktreten."

Abschliessend sagte Plenković, dass nächste Woche eine neue Minister beziehungsweise ein neuer Minister für Wirtschaft ernannt werden wird.

(Quelle: HRT)