Ex-Verwaltungsminister Lovro Kuščević, (Foto:HRT) Ex-Verwaltungsminister Lovro Kuščević, (Foto:HRT)

Nach dem Rücktritt von Verwaltungsminister Lovro Kuščević gestern Abend hielt die Regierungskoalition heute eine Sitzung ab, um auf die Forderungen der Volkspartei nach dem Rücktritt des Ministers, zu antworten.

Dies verursachte Reibereien zwischen der HDZ und der Volkspartei.

Die Koalition scheint jedoch weiterhin stabil.

Branko Bačić von der HDZ erklärte : "Der Minister trat nicht wegen des Ultimatums der Volkspartei zurück. Wir würden eher vorgezogene Wahlen abhalten, als einen HDZ-Minister gegen unseren Willen zu wechseln, weil jemand, der aus der Koalition stammt, ihn oder sie nicht mag."

Lovro Kuščević ist als Minister und als politischer Sekretär der HDZ zurückgetreten, kehrt aber als Abgeordneter in das Parlament zurück.

Sein Rücktritt erfolgte nach Vorwürfen des Machtmissbrauchs im Zusammenhang mit einigen lukrativen Immobilien, als er ein noch Bürgermeister auf der Insel Brač war.

Seine Rückkehr in den Sabor passt der Opposition überhaupt nicht.

Mirando Mrsić von der Partei "Demokrati"  betonte diesbezüglich: ''Kuščević ist nicht allein und Kroatiens Qual geht weiter. Lassen Sie mich klar sein, Žalac, Pavić, Tolušić und Goran Marić sollten ebenfalls zurücktreten. Sie alle untergraben irreversibel die Zukunft dieses Landes. Aber sie alle werden von einem Premierminister beschützt, der hart dafür kämpft, irgendwo außerhalb Kroatiens eine Arbeit zu finden."

Die Sozialdemokraten forderten derweil den Oberstaatsanwalt auf, die Vorwürfe gegen den nunmehr ehemaligen Minister zu untersuchen.

Sie sind überzeugt, dass der kroatische Premierminister Kuščević nur entlassen hat, um seinen eigenen Ruf zu retten.