Illustration, (Foto: Tomislav Miletić/Pixsell) Illustration, (Foto: Tomislav Miletić/Pixsell)

Der Bürgermeister von Vukovar, Ivan Penava, wandte sich heute, vor dem Protest, den er wegen nicht prozessierter Kriegsverbrechen initiiert hatte an Journalisten und forderte die gesamte Öffentlichkeit dazu auf, am 13. Oktober nach Vukovar zu kommen.

Penava erklärte: „Ich lade noch einmal alle in Kroatien ein, sich uns anzuschließen und uns für eine gerechtere Gesellschaft einzusetzen.

Ich sende an dieser Stelle eine respektvolle Botschaft an alle relevanten Akteure in der Regierung und der Gesellschaft als Ganzes, dass der Zweck des Protestes darin besteht, sich ausschließlich auf den kroatischen Unabhängigkeitskrieg und seine Opfer zu konzentrieren.“

Derweil hat sich Serge Brammertz, der Chefankläger des Internationalen Residualmechanismus für die Ad-hoc-Strafgerichtshöfe, in Zagreb mit dem kroatischen Generalstaatsanwalt Dražen Jelinić getroffen, um über Kriegsverbrecherprozesse in der gesamten Region zu diskutieren. Serge Brammertz betonte in diesem Zusammenhang:

„Wir wollen eine stärkere Unterstützung des General-Staatsanwalts in der regionalen Zusammenarbeit, und wir haben das Treffen mit einem Gespräch über  Herausforderungen, vermisste Personen aufzufinden, beendet. Obwohl dies nicht unsere primäre Verantwortung ist, wollen wir dieses große Problem in der Region gemeinsam lösen."