Bildungsministerin Blaženka Divjak (Foto: Patrik Macek/PIXSELL) Bildungsministerin Blaženka Divjak (Foto: Patrik Macek/PIXSELL)

Lehrer der Grund- und weiterführenden Schulen werden am Montag in ganz Kroatien streiken. Die Gewerkschaftsführer bestätigten dies am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Zagreb. Sie fügten hinzu, dass der Streik so lange andauern werde, bis die Regierung in Bezug auf ihre Forderung nach höheren Gehältern, an den Verhandlungstisch zurückkehrt.

Die Gewerkschaftsführerin Sanja Šprem sagte, die Verantwortung bei diesem Streik liege ganz allein bei der Regierung: "Sie hätte rechtzeitig eine Lösung finden können, aber sie entschied sich der Täuschung. Diese Politik in Form von "Teile und Erobere" wird nicht bei uns, unseren Versammlungen oder Schulen funktionieren.

Bildungsministerin Blaženka Divjak kommentierte den Streik vor der Kabinettssitzung der Regierung: "Die Entscheidung zum Streik liegt bei den Gewerkschaften und denjenigen, die zu Recht zu solchen Entscheidungen berechtigt sind, und das sind die Angestellten in der Schule. In Bezug auf das Angebot des Premierministers als Paket gut, die Gehälter anzuheben und aber auch die Vorschriften zu überdenken."

Premierminister Andrej Plenković hält den Streik der Lehrer jedoch für nicht gerechtfertigt, da die Lohnerhöhung um 6 Prozent für Angestellte im Bildungswesen im nächsten Jahr erfolgen werde. Er sagte, die Regierung habe die Senkung der Mehrwertsteuer aufgegeben, um Einfühlungsvermögen und Aufgeschlossenheit gegenüber den Angestellten zu zeigen.

„Indem ich die Absicht die Mehrwertsteuer um ein Prozent zu senken, aufgegeben habe, mache ich einen Schritt zurück und widerspreche dem ,was ich versprochen habe. Die Botschaft ist jedoch, den Menschen gegenüber Einfühlungsvermögen und Aufgeschlossenheit in Bezug auf ihre Gehaltserhöhungen zu zeigen. Wenn Sie sich ansehen, was die Gewerkschaften wollen, wird eine Gehaltserhöhung von 6 Prozent im nächsten Jahr eintreten. Ist der Streik also gerechtfertigt, wenn sie genau den Betrag erhalten, den sie gefordert haben? Die Leute müssen zur Schule gehen und wir sind all hier um zu arbeiten."

(Quelle: HRT)