Milijan Brkić, (Foto:HRT) Milijan Brkić, (Foto:HRT)

Generalstaatsanwalt Dražen Jelenić hat bestätigt, er werde eine erneute Untersuchung über Datenverluste, in einem Fall aus dem Jahr 2011, einleiten.

Dies bekräftigte Jelenić nach Nachrichten, dass die ursprüngliche Falldatei verschwunden sei.

Der Fall sollte einen Prostitutionsring zerschlagen.

Reporter der Wochenzeitung Nacional erklärten derweil, dass die Untersuchung durch Lücken beeinträchtigt wurde, die vom stellvertretenden Parlamentspräsidenten und HDZ-Vizepräsidenten Milijan Brkić, einem ehemaligen obersten Strafverfolgungsbeamten, wissentlich gemacht wurden.

Der Premier erklärte daraufhin, dass es äußerst ungewöhnlich ist, dass eine Akte verloren geht und vertritt die Meinung, dass sich jemand dafür verantworten muss.Der Vorsitzende der Sozialdemokraten, Davor Bernardić, betonte, dass der Fall ernsthaften Verdacht wecke.

Er behauptete auch, dass die ehemaligen Staatsanwälte unter ständigem Druck und Drohungen stünden-, die seiner Ansicht nach auf eine tiefe Verbindung zwischen der kriminellen Unterwelt und den obersten Regierungsebenen hindeuten. Premier  Plenković wieβ solche Vorwürfe zurück.