Finanzminister Zdravko Marić (Foto: Sanjin Strukic / PIXSELL) Finanzminister Zdravko Marić (Foto: Sanjin Strukic / PIXSELL)

Nach der jüngsten Wirtschaftsprognose der Europäischen Kommission wird Kroatien in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent verzeichnen. Dies liegt über der früheren Prognose von 2,6 Prozent. Die Beschäftigung wird voraussichtlich ebenfalls zunehmen, während die Arbeitslosigkeit schneller als bisher erwartet sinken wird. Für das kommende Jahr wird ein Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent und für 2021 ein Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent prognostiziert.

Des Weiteren haben am Donnerstag der Premierminister Andrej Plenković und Finanzminister Zdravko Marić dem Parlament den vorgeschlagenen Haushalt für 2020 vorgestellt. Der Haushaltsplan wurde auf der Grundlage eines prognostizierten Wirtschaftswachstums von 2,5 Prozent aufgestellt. Der Premierminister stellte fest, dass erstmals ein Haushalt einen Überschuss vorsieht, der auf 0,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes veranschlagt wird.

"Diese Haushaltsprojektionen setzen den positiven Trend stabiler und nachhaltiger öffentlicher Finanzen weiter fort. Dieser Haushalt gewährleistet eine kontinuierliche Reduzierung der Staatsverschuldung bei gleichzeitiger Erhöhung der Gehälter und Leistungen," sagt Plenković.

Finanzminister Marić sieht die Reduzierung des Finanzierungsbereiches im Haushalt verankert: "Aufgrund dieses Haushaltsentwurfs ist klar, dass der Finanzierungsbedarf auf ein Minimum reduziert wurde. Andererseits besteht ein Bedarf für die Ausstellung neuer Schuldinstrumente für die Refinanzierung der Verbindlichkeiten, die 2020 fällig werden."

Die Opposition kritisierte den vorgeschlagenen Haushalt mit der Begründung, dass nicht genügend Mittel für die Anhebung der Gehaltskoeffizienten der Lehrer vorgesehen seien.

"Seien Sie mutig und erhöhen Sie die Monatsgehälter um ein Vielfaches, führen Sie feste und größere finanzielle Vorteile für Kinder ein. Das würde ermöglichen, dass das durchschnittliche Familienbudget um 2 bis 3 Tausend Kuna erhöht wird und dann werden wir in Bezug auf die Anzahl der nach Deutschland auswandernden Menschen nicht mehr mit Syrien Schritt halten müssen", erklärt Božo Petrov von der MOST-Partei.

(Quelle: HRT)