Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović und Premier Andrej Plenković (Foto: HRT) Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović und Premier Andrej Plenković (Foto: HRT)

Trotz der vergangengen Unstimmigkeiten zwischen der Präsidentin und des Premiers hinsichtlich der Umsetzung der demografischen Maßnahmen haben sie sich auf der Ratssitzung für demografische Revitalisierung auf eine Zusammenarbeit auf diesem Gebiet geeinigt. Der Bevölkerungsrückgang sei das drängendste Problem Kroatiens, zu lösen sei es primär durch die Zusammenarbeit der Gesellschaft, verkűndete Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović. „Besonders erfreut bin ich über die Ergebnisse der Meinungsforschung, die bezeugen, dass junge Familien mehr Kinder haben wollen, als sie derzeit haben. Es gibt also kein Problem hinsichtlich der Kinderwünsche. Mehr müssen wir geeignete Bedingungen schaffen, durch welche die Erfüllung der  Wünsche auch ermöglicht werden.“ äußerte die Präsidentin während der Sitzung des Rates. "Die Frage der demografischen Revitalisierung ist die schicksalhafte Frage unserer Zukunft", fügte sie hinzu und sagte, dass die Tatsache, dass die Regierung den demografschen Revitalisierungsrat einrichtete, zeige, dass sie in dieser Frage die gleichen Ansichten teilen.

Die demographische Revitalisierung ist die komplexeste Aufgabe dieser Regierung, sagte Premier Andrej Plenković zu Beginn der Sitzung. Der Premier betonte, dass diese Aufgabe nur in Zusammenarbeit zu erfüllen ist: "Wir haben eine Reihe der Maßnahmen unterstützt, die seitens der Präsidentin vorgeschlagen wurden. Diese Maßnahmen sind überwiegend komplementär mit denen, die bereits von der Regierung umgesetzt werden - und wir werden weiterhin eng zusammenarbeiten, so wie wir es bisher getan haben. Wir werden auch den Sonderberater des Präsidentin in die regelmäßigen Treffen des Rates für demografische Revitalisierungsmaßnahmen einbeziehen." sagte Plenković. Man wolle die jungen Leute in Kroatien engagieren und ihnen Hoffnung geben, die Ausgewanderten wieder zurückbringen und die Kroaten der zweiten oder dritten Generation zu ermutigen in ihre Heimat zurückzukehren. Die Lösungen liegen nicht in bestimmten Maßnahmen, sondern in ihrer kumulativen Wirkung, dass Synergien eine positive Atmosphäre für die demografische Erneuerung schaffen. Für Veränderungen des Klimas allgemein sind finanzielle Stabilität und Wirtschaftswachstum notwendig, betonte Plenković.

Zu den angekündigten Maßnahmen gehören Vereinfachung aller administrativen Prozeduren die Eltern und  Kinder einbeziehen, sowie die Senkung der Kosten von Kindergärten und Schulen, die Gewährung der Sicherheit von Schwangeren, die Einführung von gleitenden Arbeitszeiten und die Verbesserung der Wohnungsbedingungen, versicherte Plenković.

(Quelle: HRT)