Die heutige Parlamentssitzung (Foto: HRT) Die heutige Parlamentssitzung (Foto: HRT)

Auch das öffentliche Gesundheitssystem Kroatiens soll mit dieser Art der Finanzspritze gestärkt werden. Der Gesamtwert der Darlehen liegt bei 660 Millionen Euro.

Parlamentsabgeordneter Miro Bulj aus der MOST Partei fragte bei seiner Replik, ob denn ein „Moratorium für Zinsen und Kredite geplant“ ist und fügte hinzu, dass dies essentiell für das Überleben der Bürger ist.

Zdravko Marić, Finanzminister, antwortete, dass er hiermit nochmals die Gelegenheit nutzen wollen und an die Banken appelliert den Kunden entgegenzukommen. Auch die Kreditvergabe solle erleichtert werden, denn nur so können Unternehmen erfolgreich wirtschaften, erklärte Marić.

Sandra Benčić aus der Fraktion grün-linke wollte wissen, ob die Unternehmen die vom Hilfspaket profitiert haben, obwohl sie letztes Jahr gute Gewinne erzielt haben und es nun sogar zur Gewinnausschüttung kam, die staatlichen Hilfsmittel zurückzahlen müssen. Eine konkrete Antwort erhielt sie allerdings nicht. Die Abgeordneten werden voraussichtlich morgen über das Paket abstimmen, das vor allem die Opposition scharf kritisiert. „Darlehen müssen ungeachtet der Tatsache, dass die Zinssätze niedrig sind, zurückgezahlt werden, die Rückzahlung des Schuldkapitals bleibt bestehen“, sagte Katarina Peović aus der Arbeiterfront.

Minister Marić informierte die Abgeordneten auch darüber, wie sich das Coronavirus auf die Einnahmenseite des Haushalts ausgewirkt hat.

„Das Jahr ist eh schon schlimm genug und viel besser wird es auch nicht, aber wir müssen alle Daten transparent vortragen. Was die Gesamteinnahmenseite des Haushalts betrifft, so ist sie seit Jahresbeginn zwischen 14 und 15 Prozent gesunken. Also die Mehrwertsteuer um rund 15 Prozent und die Beiträge um etwa 10 Prozent. In den letzten Wochen und Monaten wurde die Situation jedoch etwas besser“, so Marić.

(Quelle: HRT)