Premierminister Andrej Plenković (Foto: Patrik Macek/PIXSELL) Premierminister Andrej Plenković (Foto: Patrik Macek/PIXSELL)

Insgesamt wird Kroatien etwas mehr als 22 Milliarden Euro erhalten, die laut Regierung in Investitionen in die ländliche Entwicklung, die Landwirtschaft und die demografische Wiederbelebung investiert werden sollen. Der Premier selbst betonte, dass dies ein Beweis für die moderne Politik eines souveränen kroatischen Staates sei.

„Und das ist die Botschaft, die ich in den letzten Monaten mehrmals wiederholt habe, die, die einige hier bei den Diskursen über den modernen Souveränismus nicht verstanden haben. Genau das hier ist es! Ja manche finden es lustig. Aber es ist ein starker Staat, der seine Interessen schützt, der seine Stärke beton“, so Plenković.

Parlamentsabgeordneter Hrvoje Zekanović aus der Partei HRAST, entgegnete, dass Plenković keineswegs Souverän sei, denn dieser haben bei diesen Wahlen 80.000 Stimmen weniger erhalten als das letzte Mal. „Als großen Souveränisten würde ich mich an ihrer Stelle also nicht bezeichnen", sagte Zekanović.

Die SDP kritisierte auch die Passivität Kroatiens in der Debatte über die Rechtsstaatlichkeit in Polen und Ungarn.

Außenminister Gordan Grlić Radman berichtete indes über den sechsmonatigen EU Ratsvorsitz Kroatiens und die geplante Westbalkan Erweiterung, die nicht alle Abgeordneten begrüßen.

"Bei der EU Erweiterungspolitik auf dem westlichen Balkan, ist es uns trotz der Herausforderungen gelungen, das Thema Erweiterung wieder in den Mittelpunkt zu rücken und eine glaubwürdige und wirksame Erweiterungspolitik zu voranzutreiben", sagte er.

MOST Abgeordneter Nikola Grmoja warf der Regierung daraufhin vor, sich mehr um einen baldigen EU Beitritt Serbiens zu kümmern, als die eigentlichen Pflichten zu erfüllen.

(Quelle: HRT)