Der stellvertretende Premierminister Tomo Medved, Premierminister Andrej Plenković und der Gespan von Sisak-Moslavina Ivo Žinić, waren letzte Woche in Petrinja (Foto: Edina Zuko / PIXSELL) Der stellvertretende Premierminister Tomo Medved, Premierminister Andrej Plenković und der Gespan von Sisak-Moslavina Ivo Žinić, waren letzte Woche in Petrinja (Foto: Edina Zuko / PIXSELL)

Nach der kroatischen Unabhängigkeit finanzierte die kroatische Regierung in den 1990er Jahren mit großen finanziellen Maßnahmen den Wiederaufbau der vom Krieg betroffenen Gebiete. Das Erdbeben hat aber gezeigt, dass die Unternehmen, die diese Aufträge damals erhalten haben, in vielen Fällen auch schlechte Arbeit geleistet hatten.

Da viele Häuser und Gebäude beim Erdbeben vom 29. Dezember zerstört wurden, soll der zukünftige Parlamentsausschuss aufklären, ob nach dem Unabhängigkeitskrieg kriminelle und nachlässig ausgeführte Arbeit praktiziert wurden.

Der SDP-Chef Vorsitzende Peđa Grbin rief den Gespan von Sisak-Moslavina Ivo Žinić auf, der bereits in den 1990er Jahren für den Wiederaufbau verantwortlich gewesen war: "In Bezug auf die Personen, die beruft werden sollten, muss unter ihnen auch - zweifellos - Herr Žinić sein, der Gespan von Sisak-Moslavina. Derzeit versucht er mit allen Mitteln sich von jeglicher Verantwortung zu entziehen. Aber es ist offensichtlich, dass er eine gewisse Verantwortlichkeit besitzt.“  

Der Premierminister und Vorsitzende der HDZ Andrej Plenković erklärte, dass seine Partei, die größtenteils in Kroatien an der Macht war, Stellung zur Initiative der Opposition abgeben werde, nach einer gründlichen Überprüfung der Sachlage: "Alles in Bezug auf den Wiederaufbau nach dem Krieg muss ans Licht gebracht werden. Ich habe alle relevanten Institutionen gebeten, die Anzahl der durch das Erdbeben beschädigten Gebäude in der Gespanschaft Sisak-Moslavina, die nach dem Krieg renoviert oder wieder aufgebaut wurden, genau zu identifizieren und aufzuzeichnen. Danach werden wir Stellung beziehen."

(Quelle: HRT)