SDP Vorsitzender Peđa Grbin und Gesundheitsminister Vili Beroš (Foto: Dino Stanin/Goran Kovacic / PIXELL) SDP Vorsitzender Peđa Grbin und Gesundheitsminister Vili Beroš (Foto: Dino Stanin/Goran Kovacic / PIXELL)

Als Chef des Gesundheitsresorts darf sich laut Opposition, Gesundheitsminister Vili Beroš nicht seiner Verantwortung entziehen.

„Diese HDZ-Regierung hat das Gesundheitswesen ganz nach hinten gestellt. Während einer Pandemie haben sie die Medikamentenlieferungen an Krankenhäuser nicht gewährleistet. Und wir die Opposition soll sich zurücklehnen und ruhig zusehen, wie sich dieses Chaos entfaltet, ohne zu reagieren? Unter normalen Bedingungen würde jeder, der an der Spitze dieses Systems steht, und etwas Moral besitzt, zurücktreten“, erklärte der Vorsitzende der SDP Peđa Grbin für die Medien.

Auch die MOST Partei werde sich laut Nikola Grmoja, für seinen Rücktritt aussprechen.

„So wie wir vernünftig waren, als alle ihn feierten und ihn zu einer Art Superhelden machten, als wir ihn und seine Entscheidungen in Frage stellten, werden wir uns auch heute definitiv nicht diesen Spielchen anschließen, und ihn auf Geheiß des Premiers mit Füßen zu treten. Als Opposition werden wir jedoch für seinen Rücktritt stimmen“, sagte der MOST Abgeordnete.

In der Zwischenzeit reagierte Gesundheitsminister Vili Beroš über Facebook auf die harsche Kritik der Opposition.

"Meine Damen und Herren aus der Opposition, seid keine Heuchler. Immer fleißig am Kritisieren und doch keine Willenskraft, wirklich Veränderungen herbeizuführen. Ich kann jede Art der Kritik tolerieren, aber keine falschen Anschuldigungen, dass ich in dieser schwierigsten Zeit bestimmte Parteien bevorzuge, damit sie auf Kosten der kroatischen Bürger reich werden können. Ich verteidige hier nicht meinen Sitz als Minister, sondern meine Ehre und Würde!"

Man werde sich gegen diese Anschuldigungen verteidigen. Premier Andrej Plenković kommentierte die Angelegenheit ebenfalls:

„Natürlich werden wir uns gegen diese Anschuldigungen verteidigen, ebenso wie die gesamte parlamentarische Mehrheit. Reformen innerhalb des Gesundheitssektors können nicht über Nacht eingeführt werden. Dies ist ein ernstes Unterfangen, das ordnungsgemäß durchgeführt werden muss, und wir werden dies unabhängig von den Kommunalwahlen auch tun."

(Quelle: HRT)