Das serbische Mitglied des Staatspräsidiums von Bosnien-Herzegowina Milorad Dodik in Zagreb mit dem Premierminister Andrej Plenković (Foto: Josip Regovic/PIXSELL) Das serbische Mitglied des Staatspräsidiums von Bosnien-Herzegowina Milorad Dodik in Zagreb mit dem Premierminister Andrej Plenković (Foto: Josip Regovic/PIXSELL)

Im Fokus der Gespräche stand die Situation in Bosnien-Herzegowina und in der Republika Srpska, sowie geplante Infrastrukturprojekte.

„Dieser Besuch war eine Gelegenheit über die Situation in Bosnien-Herzegowina sowie in der Republika Srpska zu sprechen, gemeinsame Probleme zu identifizieren, die wir im Zusammenhang mit Infrastrukturprojekten lösen können und analysieren, was bisher in diesem Zusammenhang getan wurde. Ich denke, unsere Zusammenarbeit entwickelt sich in einem guten Sinne," erklärte Dodig nach einer Sitzung mit dem kroatischen Premierminister Andrej Plenković.

In diesem Zusammenhang waren Verkehrsverbindungen zwischen Kroatien und Bosnien-Herzegowina, mit besonderem Schwerpunkt auf dem Bau einer neuen Straßenbrücke in der Nähe von Gradiška, ein Thema. Diese Brücke ist eine gemeinsame Investition von Kroatien und Bosnien-Herzegowina, die das Verkehrsaufkommen und den Verkehrsfluss von Menschen und Gütern zum Nutzen beider Länder erheblich steigern wird.

Premierminister Plenković betonte die Bedeutung der Rückkehr der im Exil lebenden Kroaten sowie den Schutz ihres Eigentums. Bei dem Treffen wurde bestätigt, dass die zukünftige Autobahn Banja Luka - Prijedor in eine andere Richtung verlaufen wird, wodurch das Eigentum der kroatischen Bevölkerung in der Region geschützt und der Abriss ihrer Häuser vermieden wird.

Während des Arbeitstreffens diskutierten beide Politiker auch über eine stärkere wirtschaftliche Zusammenarbeit, Investitionen, die Unterstützung Kroatiens für den europäischen Weg von Bosnien-Herzegowina und die Lage in Südosteuropa ,sowie das Problem der illegalen Migration.

Milorad Dodik, serbisches Mitglied des Staatspräsidiums von Bosnien-Herzegowina (Foto: Josip Regovic / PIXSELL)

Milorad Dodig kam auf Einladung des kroatischen Präsidenten Zoran Milanović nach Zagreb. Der Besuch kündigte Dodik als Vertreter des serbischen Volkes an und nicht als serbisches Mitglied des Staatspräsidiums von Bosnien-Herzegowina.

Auf dem Treffen erörterten Dodig und Milanović die Lage in Bosnien-Herzegowina und ihre Euro-atlantischen Perspektiven, die Probleme bei der Umsetzung des Dayton-Abkommens, sowie die Position und die Rechte aller drei konstituierenden Völker.

Das Interesse der Republik Kroatien ist ein stabiles und funktionierendes Bosnien-Herzegowina, sowie die Gewährleistung der Gleichberechtigung der kroatischen Bevölkerung in Bosnien-Herzegowina als gleichberechtigtes und konstituierendes Volk. Daher kann die Republik Kroatien nicht passiv bleiben und wird keine Initiativen zur einseitigen Überarbeitung des Dayton-Abkommens unterstützen, die den Frieden und die Stabilität in Bosnien-Herzegowina, sowie in Südosteuropa gefährden würden.

Für die Verwirklichung eines stabilen und funktionierenden Bosnien und Herzegowina ist es wichtig, den Dialog zwischen Vertretern aller drei Völker in Bosnien und Herzegowina fortzusetzen, zu dem die Republik Kroatien als befreundetes und benachbartes Land bereit ist, einen Beitrag zu leisten, wurde aus dem Büro des Präsidenten bekannt gegeben.

(Quelle: HRT)