Gewerkschaftsführer Branimir Mihalinec (Foto: Borna Filic / PIXSELL) Gewerkschaftsführer Branimir Mihalinec (Foto: Borna Filic / PIXSELL)

Beide Seiten haben sich am Mittwoch zusammen gefunden, um die Verhandlungen über eine Gehaltserhöhung für Lehrer von Grund- und weiterführenden Schulen, sowie Angestellte im Bildungswesen fortzusetzen. Die Regierung hat angeboten, den Lehrkräften zusammen mit allen anderen Beschäftigten des öffentlichen Sektors eine schrittweise Erhöhung um 6,12 Prozent zu gewähren. Die Lehrer haben dieses Angebot abgelehnt und argumentierten, dass die allgemeine Erhöhung nichts an der Tatsache ändert, dass sie weniger bezahlt werden als andere gleich qualifizierte Beschäftigte im öffentlichen Dienst, weil ihre Gehaltskoeffizienten niedriger sind.

Gewerkschaften wollten zusätzlich zur Grundlohnerhöhung eine Erhöhung ihres Gehaltskoeffizienten um 6,7 Prozent. Die Regierung hat eine Überprüfung des gesamten Gehaltssystems des öffentlichen Sektors angeboten, um festzustellen, ob ihre Behauptungen rechtmäßig wären. Die Regierung war auch bereit zu versichern, dass wenn bis zum 30. Juni nächsten Jahres sich nichts ändern würde alle Lehrkräfte und angestellte einen Bonus von 2 Prozent auf ihre Gehälter erhalten würden. Darüber hinaus erklärte sich die Regierung bereit, die Lehrer für die Zeit ihres Streiks bis zum 15. November auszubezahlen.

Gewerkschaftsführer Branimir Mihalinec sagte, das jetzige Angebot sei äußerst enttäuschend gewesen, da die Regierung letzte Woche angeboten habe, ihre Koeffizienten um zwei Prozent zu erhöhen: „Dieses Angebot jetzt ist weniger als das, über das wir mit unseren Mitgliedern abgestimmt haben. Sie haben das Angebot entschieden abgelehnt. Wir sind enttäuscht. Kroatien hat diese Regierung nicht verdient“, sagte Mihalinec.

Der Streik werde fortgesetzt und die Verhandlungen mit der Regierung bis auf Weiteres ausgesetzt.