Präsident Zoran Milanović (Foto:HRT) Präsident Zoran Milanović (Foto:HRT)

Der kroatische Präsident Zoran Milanović besuchte heute in der Stadt Samobor eine lokale Lebensmittelmesse.

Journalisten gegenüber äußerte er sich dort kritisch zum nationalen Wiederherstellungsplan der Regierung.

"Das Problem ist wieder einmal, dass der Plan von einer kleinen Gruppe von Menschen entworfen wurde. Das ist keine gute Strategie. Es handelt sich hier nicht um Fragen der nationalen Sicherheit, auch nicht um Gespräche zwischen Robert Kennedy und Nikita Chruschtschow in Zeiten der Kubakrise. Damals ging es um Verhandlungen zwischen zwei Männern. Dieses Thema muss aber viel umfassender behandelt werden."

Die Kritik kam bei Finanzminister Zdravko Marić nicht gut an.

Marić erklärte, die Regierung stehe vor der Herausforderung, den Wiederherstellungsplan abzuschließen, eine positive Rückmeldung von EU-Institutionen zu erhalten und den Plan umzusetzen.

Er fügte hinzu: "Als Kroatien nach unserem Beitritt zur Europäischen Union die ersten operativen Pläne entwarf, hat jemand dies als Problem angesprochen? Gab es eine Debatte darüber in der Öffentlichkeit oder im Parlament? Hatten die Bürger eine Idee, was in diesen Plänen geschrieben stand? Die Antwort darauf lautet: Nein! Dieselben Leute aus der Opposition, die damals intransparent waren, werfen uns heute mangelnde Transparenz vor. Die Regierungsmitglieder hatten gerade ein operatives Treffen. Nun stehe ich hier und spreche mit ihnen. Der Premierminister wird das gesamte Programm am Donnerstag vorstellen. Wir versuchen wirklich, so transparent wie möglich zu sein."

(Quelle:HRT)