Innenminister Davor Božinović spricht auf einer internationalen Heimatschutz-Konferenz in Zagreb (Foto: Sanjin Sukic / PIXSELL) Innenminister Davor Božinović spricht auf einer internationalen Heimatschutz-Konferenz in Zagreb (Foto: Sanjin Sukic / PIXSELL)

Eine internationale Konferenz zum Thema Heimatschutz und Krisenmanagement wurde am Dienstag in Zagreb abgehalten. An der Veranstaltung nahmen Sicherheitsexperten aus dem In- und Ausland teil. Verteidigungsminister Damir Krstičević eröffnete die Konferenz, Innenminister Davor Božinović und Präsidentin Kolinda Grabar Kitarović waren ebenfalls anwesend.

Es ist zu erwarten, dass der Stellenwert des Heimatschutzsystems erst in der Zeit vor uns seine wahre Bedeutung erlangen wird. Denn nur durch das System können wir alle Herausforderungen und Risiken bewältigen mit denen jede heutige Gesellschaft, so auch unsere, konfrontiert ist," sagte Krstičević.

Innenminister Davor Božinović sagte, dass Kroatien seine Migrationspolitik nicht ändern werde und betonte, dass Kroatien in der Zukunft in neue und weiterentwickelten Informationssysteme investieren muss.

"Ich bin der Meinung, dass unsere Prioritäten in der Zukunft in der Investition von neuen und weiterentwickelten Informationssysteme liegen muss, diese zu miteinander zu verbinden, gefolgt von der Anwendung künstlicher Intelligenz auf dem Gebiet der Sicherheit, die von uns verlangt ein out of the box Denken zur Sicherheit zu implementieren."

Gleichzeitig, so Božinović, würde Kroatien die Integration von Migranten erleichtern, die in Kroatien bleiben wollen.

"Wir sind bereit, auf jede Situation im Falle eines stärkeren Zustroms von Migranten zu reagieren", sagte Božinović.

Vor der Konferenz warnte Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović vor einem möglichen Wiederauftreten der Migrationskrise und erklärte, Kroatien werde auf solche Entwicklungen verantwortungsbewusst reagieren und seine Grenzen schützen.

"Migrantionswellen aus Afrika und Asien, die Ungewissheit, wie lange die Türkei syrische Flüchtlinge innerhalb ihrer Grenzen halten kann und die Nachricht von potenziellen neuen Brennpunkten im Nahen Osten zwingen uns dazu, ständig bereit auf weitere potenzielle Krisen bereit zu sein. Wir waren 2015 nicht auf eine angemessene Reaktion vorbereitet und das Maß an Verantwortungslosigkeit einiger nationaler Staats- und Regierungschefs zu diesem Zeitpunkt wird nicht wieder vorkommen," sagte Kitarović.

Minister Božinović sagte, Kroatien habe die Entwicklungen im Nahen Osten und in Nordafrika genau beobachtet. Diese Gebiete seien die Quelle einer großen Anzahl von Migranten, die nach Westeuropa hoffen.

„Derzeit gibt es keine direkte Bedrohung", sagte Božinović und fügte hinzu, dass Kroatien die Kontrolle über die Migration verstärkt habe.

Er betonte auch, dass die Zahl der Menschenhändler, die aufgrund des höheren Drucks durch Migrationsrouten und einer wirksameren Strafverfolgung verhaftet wurden, gestiegen sei.

(Quelle: HRT/HINA)