Journalisten bei ihrer Arbeit (Foto: Luka Stanzl/PIXSELL) Journalisten bei ihrer Arbeit (Foto: Luka Stanzl/PIXSELL)

Nach Ansicht des Journalistenverbandes wird diese Verordnung wesentliche negative Auswirkungen auf die Rechte der Autoren, insbesondere der Journalisten und Fotografen, haben: „Nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses bleiben den Journalisten keine Eigentumsrechte mehr an ihren urheberrechtlich geschützten Werken, zugunsten des Arbeitgebers, der die Urheberrechte frei nutzen wird"

Sie warnen davor, dass infolgedessen der Schutz und der Status des Arbeitsverhältnisses selbst infrage gestellt werden könnte.

Auch die Vorsitzende der kroatischen Gewerkschaft der Journalisten Maja Sever ist gegenüber dem Gesetzesvorschlag kritisch eingestellt, da die Autoren nach Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses keine Eigentumsrechte mehr besitzen und im Gesetzesvorschlag der Tarifvertrag erneut weggelassen wurde.

Für die kroatische Nachrichtenagentur HINA erläuterte die Leiterin der Arbeitsgruppe für die Ausarbeitung des neuen Gesetzes Romana Matanovac Vučković folgendes: „Mit einem solchen Gesetzesvorschlag verfolgt das Kulturministerium das Ziel ein großes Portfolio an Rechten in den Händen von Zeitungsverlegern zu legen, um einen gemeinsamen Schutz von Verlegern und Journalisten im digitalen Umfeld insgesamt stärker auszugestalten."

Matanovac Vučković betonte zudem, dass die vorgeschlagene Verordnung den Schutz der gesamten Medienbranche erleichtern soll, in der Abwicklung mit dritten Teilnehmer, die ihre Inhalte auf digitalen Plattformen verwenden.

(Quelle: HRT)