Die kroatische Außenministerin Marija Pejčinović Burić und der ungarische Außenminister Peter Szijjarto (Foto: Davorin Visnjic / PIXSELL) Die kroatische Außenministerin Marija Pejčinović Burić und der ungarische Außenminister Peter Szijjarto (Foto: Davorin Visnjic / PIXSELL)

In Zagreb traf sich der ungarische Außenminister Peter Szijjarto sich mit seiner kroatischen Amtskollegin Marija Pejčinović Burić und dem Premier Andrej Plenković. Im Fokus der Gespräche stand der Rechtsstreit in der INA-MOL Frage, welche die engen Beziehungen beider Länder belasten. Szijjarto erklärte:

„Wir müssen erkennen, dass das Problem zwischen MOL und INA oder MOL und dem kroatischen Staat eine Belastung für unsere Beziehungen darstellt. Wir möchten diese Belastung loswerden, aber es liegt an den Unternehmen und dem kroatischen Staat, eine Einigung zu erzielen. Für uns wird die Verbesserung der Beziehung von entscheidender Bedeutung sein, da die Energieversorgungssicherheit in dieser Region in Mitteleuropa ein wichtiges Thema ist."

Szijjarto fügte hinzu, dass Budapest großes Interesse an dem geplantem Flüssiggasterminal an der Nordadria habe, insbesondere aufgrund von Blockaden im ukrainisch-russischen Transitkooperationsabkommen und der Untätigkeit im Hinblick auf die Ex­ploi­ta­ti­on rumänischer Ölfelder.

„Wenn es also um die Diversifizierung der Gasquellen in dieser Region geht, ist das LNG-Terminal in Kroatien im Grunde eine der tragfähigsten oder besten Lösungen. Wir verstehen, dass die Energiezusammenarbeit nicht unabhängig von der MOL-INA-Frage sein kann."

Kroatien ist dabei, eine Beratungsfirma einzustellen, die dabei helfen soll die ungarische Beteiligung an dem kroatischen Mineralölunternehmen INA zurückzugewinnen. Gemäß einer kroatischen Gerichtsentscheidung erwarb die ungarische Mineralölgesellschaft MOL eine Mehrheitsbeteiligung an INA durch Bestechung des ehemaligen Premierministers Ivo Sanader.

(Quelle: HRT)