Illustration, (Foto: HRT) Illustration, (Foto: HRT)

Am zweiten Tag seines offiziellen Besuchs in Kroatien traf der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, mit Premierminister Andrej Plenković zusammen.

Im Fokus der Gespräche standen die bevorstehende kroatische Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union und die Inanspruchnahme von EU-Mitteln.

Der EU-Kommissionschef betonte: "Ich bin beeindruckt von Kroatiens vielversprechendem europäischen Weg seit seinem Beitritt. Das Pro-Kopf-BIP ist jährlich um rund 2% gestiegen, während die Wirtschaft um 15% gewachsen ist. Dies zeigt, dass die Kroaten eine starke Arbeitsmoral haben und das Land vorbildlich geführt wird. Dies hat zur Folge, dass wir bis 2020 insgesamt 11,34 Milliarden Euro aus den EU-Strukturfonds in die Verbesserung des Lebens aller Kroaten investieren werden."

Auch lobte er Kroatiens Bestrebungen zum Beitritt in den Schengen-Raum.

Der EU-Kommissionspräsident wurde zudem von Kroatiens Präsidentin Kolinda Grabar Kitarović empfangen, die die demografische Erneuerung zu einem der Schwerpunkte ihres Mandats gemacht hat.

Zu diesem Thema hat sich EU-Kommissionschef Juncker heute ebenfalls geäußert. 

"Ich weiß, dass Kroatien ein ernstes demografisches Problem hat, und ich glaube, dass europäische Mittel genutzt werden müssen, um diesem Land zu einer demografischen Renaissance zu verhelfen. Verschiedene Programme der Europäischen Union und der Europäischen Kommission müssen des Weitern für die Lösung dieses Problems eingesetzt werden. Auch müssen wir die kroatische Regierung beim Wiederaufbau von Vukovar stärker unterstützen," erklärte der EU-Kommissionspräsident.