EU Außenministertreffen in der Nationalbibliothek in Zagreb (Foto: HRT) EU Außenministertreffen in der Nationalbibliothek in Zagreb (Foto: HRT)

Bei dem Treffen in Zagreb lehnten die EU-Außenminister zusätzliche Finanzhilfen ab, wie sie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan gefordert hatte. Auch ein stärkeres europäisches Engagement im Konflikt um Idlib in Nordsyrien ist nicht geplant. Die Minister forderten allerdings ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe.

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell forderte die Türkei auf, die Krise an der Grenze zu Griechenland zu beenden. „Hören Sie auf, den Leuten zu erzählen, dass sie in die EU gehen können, das ist nicht wahr“, sagte Borrell. Ebenfalls dankte er Kroatien endlich die Möglichkeit gehabt zu haben eine klare Botschaft zu senden. „Geht nicht zur Grenze. Die Grenzen sind nicht geöffnet. Vermeidet solche Gefahrensituationen. Vermeidet diese Krise und vor geschlossenen Türen zu landen“, sagte Borrell.

Der kroatische Minister für europäische und auswärtige Angelegenheiten, Gordan Grlić Radman sagte, dass es jetzt besonders wichtig sei Griechenland zu helfen, zumal Griechenland von der aktuellen Situation am stärksten betroffen ist. „Für Kroatien, das an seiner Grenze zu Bosnien und Herzegowina einem erhöhten Druck ausgesetzt ist, ist die Zusammenarbeit mit Ländern auf dem westlichen Balkan sehr wichtig, damit diese Länder den Druck durch Migration bewältigen können“, so Grlić Radman.

Die EU bekräftigte damit die Botschaft. Das Vorgehen der Türkei an der griechischen Grenze sei „nicht akzeptabel“, heißt es in einer Erklärung der Außenminister.

Die EU-Kommission werde „weitere 60 Millionen Euro“ für die Versorgung der Bevölkerung in Nordwestsyrien zur Verfügung stellen, heißt es in der Erklärung aus Zagreb. Borrell kündigte zudem eine Geberkonferenz an.

Quelle: HRT