Das Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos (Foto: Armin Durgut/PIXSELL) Das Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos (Foto: Armin Durgut/PIXSELL)

Bereits vergangene Woche wurde bei der außerordentlichen Tagung des Rates „Justiz und Inneres“ ein Aktionsplan mit Maßnahmen, die von der Union und den Mitgliedstaaten gemeinsam ergriffen werden sollten, um Griechenland bei der Bewältigung der angespannten Lage an den Außengrenzen wirksam zu unterstützen, vorgelegt.

Die zuständige EU-Kommissarin Ylva Johansson betonte bei der Sitzung, dass zuallererst sichergestellt werden müsse, dass aus einer kurzfristigen politischen Krise keine dauerhafte humanitäre Krise wird. „Wir müssen zu unseren Werten stehen und strukturelle Lösungen für langfristige Probleme finden“, erklärte Johansson. Ausserdem appellierte sie an alle Mitgliedstaate Solidarität mit Griechenland zu zeigen und gerade für unbegleitete Minderjährige auf den Inseln Lösungen anzubieten.

Auch Premier Plenković schloss sich der Kommissarin an. „Nachdem die Kommissarin sich ein Bild der Lage vor Ort gemacht hat, werden wir darüber diskutieren wer wie viele Kinder aufnehmen kann. Jede vernünftige Person kann nur dafür sein den Kindern zu helfen die derzeit in sehr anderen und schlechten Verhältnissen leben“, so Plenković.

Innenminister Davor Božinović betonte nochmals, dass Kroatien bestimmte Kapazitäten hat und diese auch nutzen wird um Kindern, wie bereits in der Vergangenheit, zu helfen.

Diese Woche kündigte die Kommission eine zusätzliche finanzielle Unterstützung für Griechenland in Höhe von bis zu 700 Mio. EUR zur Unterstützung des Grenz- und Migrationsmanagements sowie eine verstärkte operative Unterstützung durch die Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache (Frontex) und das Europäische Unterstützungsbüro für Asylfragen sowie den Start an des Katastrophenschutzmechanismus.

Quelle: EU Kommission