Die Gewerkschaftsführer Sanja Šprem und Branimir Mihalinec kündigen gemeinsam mit Premier Andrej Plenković das Ende des Schulstreiks an (Foto: HRT) Die Gewerkschaftsführer Sanja Šprem und Branimir Mihalinec kündigen gemeinsam mit Premier Andrej Plenković das Ende des Schulstreiks an (Foto: HRT)

Die Gehaltskoeffizienten werden für die Lehrer erhöht. Die Lehrer argumentieren, dass die niedrigen Koeffizienten ein Lohngefälle zwischen ihnen und dem Rest des öffentlichen Sektors verursacht haben. Die Erhöhung erfolgt schrittweise über einen Zeitraum von 13 Monaten:

„Im Rahmen der Erhöhung der Koeffizienten haben wir uns darauf geeinigt, die folgenden drei Schritte zu unternehmen: Erstens, ab dem 1. Dezember werden die Gehälter für Dezember rum 3 Prozent angehoben, dies wird aus dem Haushalt 2020 finanziert. Daher beträgt die erste Stufe der Erhöhung 3 Prozent im Dezember dieses Jahres. Zweitens eine Erhöhung von 1 Prozent ab dem 1. Juni 2020. Dies bedeutet, dass wir 2020 eine Erhöhung von 4 Prozent erreichen werden. Dies ähnelt dem Angebot, dass die Regierung zuvor gemacht hat, es spielt keine Rolle, ob dies durch Prämien oder eine Erhöhung des Gehaltskoeffizienten erfolgen wird. Schließlich unter der Voraussetzung einer steuerlich nachhaltigen Entwicklung ab Januar 2021 eine zusätzliche Erhöhung um 2 Prozent," sagte Premierminister Andrej Plenković auf einer Pressekonferenz in Zagreb.

Der Gewerkschaftsführer Branimir Mihalinec, dass die Einigung ein guter Kompromiss, mit den die Gewerkschaften des Bildungswesens ihr wichtigstes Ziel erreicht haben: „Das Ziel, das wir uns zu Beginn gesetzt haben und das darin bestand, die Lücke von 6,11 Prozent zwischen unseren Gehältern und dem Rest des öffentlichen Sektors zu schließen. Wir haben dies in drei Schritte unterteilt, um das endgültige Ziel einen Gehaltskoeffizienten von 1,406 zu erreichen. Dies wird in einem Jahr und einem Monat realisiert sein."

Während des Streiks haben die Schüler 16 Unterrichtstage verpasst. Jetzt müssen sie die verpasste Zeit nachholen. Die Regierung und die Gewerkschaften haben vereinbart, dass die Lehrer für den Streik bezahlt werden, aber nicht zusätzlich für die Zeit, in der sie die verlorene Zeit nachholen müssen.

Der Vorsitzende der SDP Davor Bernardić macht dagegen Premierminister Plenković und Bildungsministerin Blaženka Divjak für das Chaos im Bildungswesen verantwortlich. Bernardić sagte, das Chaos sei symptomatisch für jeden Aspekt der Gesellschaft. Er fügte hinzu, dass die Menschen frustriert seien, dass die Regierung nicht in der Lage ist Probleme zu lösen und Reformen durchzuführen.

Die Partei MOST kritisierte die Regierung zu lange gewartet zu haben, bis sie mit den Lehrern über ihren Hauptmissstand gesprochen hätten - den Koeffizienten. Hätte sich die Regierung sofort darum gekümmert, wären die Schüler längst in ihre Klassenzimmer zurückgekehrt, sagt Nikola Grmoja.

(Quelle: HRT)