Illustration, (Foto: HRT) Illustration, (Foto: HRT)

Die Gewerkschaften organisierten die Demonstration gegen Pläne, das Renten-Eintrittsalter auf 67 Jahre anzuheben- und zusätzliche Strafen von mehr als 20 Prozent für die Renten von Arbeitnehmern zu verhängen, die sich fünf Jahre früher in den Ruhestand zurückziehen.

Gewerkschaftsführer Krešimir Sever erklärte, dass die Organisatoren der Demo mit der heutigen Beteiligung auf dem Europäischen Platz sehr zufrieden seien.

„Wir sind mehr als zufrieden, denn die Beteiligung war sehr gut. Viele Bürger konnten aufgrund der Menschenmengen den Platz nicht erreichen, und mussten hinter der Bühne stehen bleiben. Wir haben eine klare Nachricht versandt. Was aber noch wichtiger ist, ist dass die Demonstranten zufrieden waren. Sie sind nämlich hier her gekommen, um ihre Nachricht zu entsenden, und das haben sie auch wirklich getan“, betonte der Gewerkschafter wörtlich. Als Reaktion auf die Demonstration sagte der Minister für Arbeit und Rentenwesen Marko Pavić, dass Versammlungen dieser Art ein demokratisches Recht seien. Er erklärte jedoch, das Ziel der Überarbeitung des Rentensystems bestehe darin, die Renten zu erhöhen und ein nachhaltiges System zu schaffen.

Pavić betonte: „Die meisten kroatischen Bürger werden weiterhin zwischen dem 60. und 65. Lebensjahr in Rente gehen. Nur diejenigen, die keine 41 Jahre Erwerbstätigkeit vorweisen können, werden mit 67 Jahren in Rente gehen."

Die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar–Kitarović sagte diesbezüglich: „Wir müssen die Arbeitsbedingungen verbessern. Kroatien gehört leider zu den Ländern mit einer alternden Bevölkerung, weil junge Menschen auswandern. Auf der anderen Seite ist aber unsere Lebenserwartung zurückgegangen. Also ist offensichtlich etwas mit unserem Gesundheitswesen nicht in Ordnung. Wir müssen daher mehr auf Prävention und andere Faktoren setzen.“